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Terrorismus

Anschlagspläne in Melbourne unterbunden

Die ersten Fotos der Razzia sahen vergleichsweise harmlos aus. Doch wäre die Polizei nicht eingeschritten, dann wäre die australische Metropole womöglich Ziel eines massiven Anschlags geworden. Nun gibt es mehr Polizei.

In der australischen Metropole Melbourne hat die Polizei nach eigener Darstellung einen drohenden Anschlag am Weihnachtstag verhindert. Bei einem Großeinsatz von rund 400 Polizisten seien sieben Verdächtige festgenommen worden, teilten die Behörden mit. Agenturberichten zufolge handelt es sich um sechs Männer und eine Frau. Nach den Worten von Polizeichef Graham Ashton waren Anschläge auf mehrere touristische Ziele in Melbourne geplant, unter anderem auf den Bahnhof Flinders Street und die Paulus-Kathedrale. Dabei sollte auch Sprengstoff eingesetzt werden. "Wenn uns dies durchgerutscht wäre, wäre es sicherlich ein folgenschwerer Anschlag geworden", erklärte der Polizeichef.

Nicht einschüchtern lassen

Ministerpräsident Malcolm Turnbull sprach von einem "sehr schwerwiegenden" Anschlag zu Weihnachten, den die Polizei vereitelt habe. Die Terroristen hätten Weihnachten zerstören wollen. "Islamistischer Terrorismus ist eine globale Herausforderung, die uns alle betrifft. Aber wir dürfen uns nicht von Terroristen einschüchtern lassen" sagte Turnbull, der auch den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin erwähnte, bei dem zwölf Menschen starben.

Australien Festnahme von Terrorverdächtigen - Premierminister Malcolm Turnbull (Reuters/D. Gray)

Ministerpräsident Malcolm Turnbull (rechts) trat nach den Festnahmen vor die Presse

Die Verdächtigen seien bereits seit einiger Zeit beobachtet worden, erklärte Polizeichef Ashton. Sie seien unter anderem von der Terrororganisation "Islamischer Staat"  inspiriert worden. Die Behörden kündigten zusätzlichen Polizeischutz für Melbourne für die Feiertage an.

ml/wl (dpa,rtr,afp)