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Aktuell Asien

Anschlag mit Motorradbombe

In Afghanistan hat ein Selbstmordattentäter viele NATO-Soldaten und Einheimische mit in den Tod gerissen. Er steuerte seine Motorradbombe in eine Patrouille.

Bei dem Selbstmordanschlag im Osten Afghanistans - unweit der Grenze zu Pakistan - wurden nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen in den Tod gerissen. Etliche weitere - nach Schätzungen etwa 60 - wurden bei der Explosion der Sprengsätze verletzt. Allein im Krankenhaus der Provinzhauptstdadt Khost werden laut Ärzten rund 30 Opfer behandelt. Der Attentäter habe sein mit Sprengsätzen geladenes Motorrad auf einem Markt in Khost in eine gemeinsame Patrouille von afghanischen Polizisten und NATO-Soldaten gesteuert, erklärte ein Sprecher der gleichnamigen Provinz. Nach Angaben von Augenzeugen waren die Soldaten und Polizisten zu Fuß unterwegs. Der Attentäter habe eine Polizeiuniform getragen. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

"Insider-Angriffe"

Die Zahl der so genannten "Insider-Angriffe" afghanischer Sicherheitskräfte auf ISAF-Soldaten hat in der letzten Zeit dramatisch zugenommen. Insgesamt 53 ISAF-Angehörige wurden seit Jahresbeginn getötet. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 35. Ob es sich bei dem Attentäter auch in diesem Fall tatsächlich um einen Polizisten handelte, ist noch offen.

Video ansehen 03:35

Auf dem Vormarsch - Taliban in Afghanistan

Der französische ISAF-Stabschef Olivier de Bavinchove hatte erst kürzlich erklärt, durch Angriffe dieser Art werde das Vertrauen in die Zusammenarbeit mit den Afghanen "unterminiert". Die Arbeit werde dadurch "besonders erschwert". Bavinchove schätzt, dass rund ein Drittel dieser Attacken von den aufständischen Taliban geplant seien. Der Rest erkläre sich vor allem durch kulturelle Differenzen. Die Afghanen hätten sich daran gewöhnt, "Konflikte durch Gewalt zu lösen".

hp/uh (dapd, rtr, dpa, afp)

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