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Afghanistan

Anschlag mit erbeutetem Militärfahrzeug in Afghanistan

Im Süden von Afghanistan sind bei einem Selbstmordanschlag viele Sicherheitskräfte getötet worden. Die Attentäter hatten den Angriff auf einen Kontrollposten mit einem gestohlenen Militärfahrzeug verübt.

Afghanistan Kämpfe um Kundus (picture-alliance/AP Photo/N. Rahim)

Viele der Humvees, die einst von den USA bereitgestellt worden waren, sind in die Hände der Taliban geraten

Nach Angaben der Polizei wurden zwölf Sicherheitskräfte getötet. Es handelt sich um Polizisten und Angehörige des Geheimdienstes NDS. Vier Menschen wurden verletzt.

Der Angriff wurde mit einem schweren Humvee ausgeführt. Das mit Sprengstoff voll beladene Militärfahrzeug hatte einen Kontrollposten im Bezirk Maruf in der Provinz Kandahar gerammt.

Die radikalislamischen Taliban hatten in den vergangenen Jahren Hunderte Humvees erbeutet. Die teuren Fahrzeuge waren von den USA für das afghanische Militär bereitgestellten wollten. Die Taliban meldeten, sie hätten bei Kämpfen seit der Nacht das Zentrum des Maruf-Bezirks erobert. Vertreter der Behörden wiesen dies zurück.

Afghanistan Kabul Flughafen Anschlag Sicherheitskräfte (picture-alliance/abaca/H. Sabawoon)

Trotz erheblicher Sicherheitsvorkehrungen hatte es am Mittwoch einen Angriff auf den Flughafen von Kabul gegeben

Raketenangriff in Kabul

Kandahar gehört mit der angrenzenden Provinz Helmand zu den unsichersten Gebieten im südlichen Afghanistan.

Wie unsicher auch andere Landesteile sind zeigte sich am Mittwoch beim gemeinsamen Besuch von US-Verteidigungsminister James Mattis und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Kabul.

Aufständische hatten mehrere Raketen auf die Hauptstadt Kabul gefeuert. Dabei wurden ein Mensch getötet und elf verletzt. US-Truppen erwiderten das Feuer. Dabei sei es zu einer "Fehlfunktion" einer Rakete gekommen, die "mehrere Opfer" verursacht habe, teilte die NATO-Mission Resolute Support später mit. Wieviele Menschen durch die fehlgeleitete US-Rakete verletzt oder getötet wurden, teilte das Bündnis nicht mit.

Mattis und Stoltenberg hatten mit Präsident Aschraf Ghani und weiteren Regierungsvertretern über die US-geführte NATO-Mission gesprochen. Deren langfristiges Ziel ist, dass die heimischen Streitkräfte allein für die Sicherheit im Land sorgen können.

uh/rb (dpa, afp, rtr)