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Welt

Anschlag auf Papstgegner vereitelt

Die spanische Polizei hat einen geplanten Anschlag auf eine Demonstration in Madrid vereitelt. Dort treffen sich gerade beim Weltjugendtag Hunderttausende zum gemeinsamen Beten und Feiern.

Eröffnungsmesse Weltjugentag 2011 (Foto: dpa)

Zum Weltjugendtag in Madrid sind Jugendliche aus der ganzen Welt angereist

Der XXVI. Weltjugendtag in Madrid (WJT) wird derzeit von der Festnahme eines jungen Chemiestudenten aus Mexiko überschattet. Dieser wird verdächtigt, einen Anschlag auf eine Papst-Demo am Mittwoch (17.08.2011) geplant zu haben. Nach Angaben der spanischen Polizei, wollte der junge Student die Demonstranten mit chemischen Substanzen und Giftgasen bewerfen. In der Wohnung des Mannes seien unter anderen Anleitungen zum Bau von Gas- und Chemiebomben gefunden worden.

Mit Giftstoffen gegen Papstgegner

Benedikt der XVI. (Foto: dw)

Papst Benedikt XVI. wird am Donnerstag in Madrid erwartet

Wie spanische Medien berichten, sei die Polizei dem 24-Jährigen über das Internet auf die Schliche gekommen. Dort habe er in ultrakonservativen Internetforen nach Mitstreitern gesucht und erklärt, man müsse mit den Papstgegnern "so schnell wie möglich aufräumen". Bei der Hausdurchsuchung haben die Beamten einen Computer, mehrere Speicherkarten sowie ein Heft mit Aufzeichnungen zur Herstellung von Sprengstoff sichergestellt.

Ziel des Anschlags war der angekündigte Protestmarsch zahlreicher Gruppen. Deren Protest richtet sich weniger gegen das Kirchenfest und den Papst selbst, sondern vielmehr gegen die angeblich hohen Kosten, die für den spanischen Steuerzahler durch das Beherbergen der Pilger und die Sicherheitsmaßnahmen während des Papstbesuches entstünden. Die Kirche bestreitet diese Vorwürfe und betont, dass der Weltjugendtag sich durch Spenden selbst finanziere.

Größtes kirchliches Ereignis

Papst Johannes Paul II (Foto: dpa)

Ins Leben gerufen wurde der WJT 1984 von Papst Johannes Paul II

Der Weltjugendtag, der am Dienstag mit einem Open-Air-Gottesdienst begonnen hat, ist das größte internationale Treffen der katholischen Kirche. Ins Leben gerufen wurde er 1984 von Papst Johannes Paul II.. Seit dem findet er alle zwei bis drei Jahre in jeweils verschiedenen Städten statt. In Madrid schieben sich aktuell Tausende von Pilgern durch die Gassen. Viele tragen T-Shirts als Kennzeichen und Gruppenleiter gehen mit Fahnen voraus. Es wird gesungen und gefeiert. Für die meisten jungen Leute aus Madrid ist es eine erfrischende Erfahrung, die Menschen gemeinsam lachen und tanzen zu sehen. Am Ende sind alle gleich - alle glauben an den gleichen Gott.

Höhepunkt ist die Papstmesse am Sonntag. Dafür reist Papst Benedikt am Donnerstag nach Madrid, um mit den Jugendlichen aus aller Welt zu beten. Am Sonntag wird er auf dem Flugplatz Cuarto Vientos vor den Toren der spanischen Hauptstadt mit den Teilnehmern des WJT die Abschlussmesse feiern.

Autorin: Milena Furman (kna, dpa, epd. dapd)
Redaktion: Marko Langer

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