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Aktuell Nahost

Anschlag auf ägyptischen Armeekonvoi

Militante Islamisten haben auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel wieder einen Selbstmordanschlag verübt. Ihr Ziel: zwei Busse mit ägyptischen Soldaten. Mindestens zwölf von ihnen wurden getötet.

Der Attentäter steuerte sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gegen einen der beiden Militärbusse. Durch die Wucht der Explosion wurden beide zerfetzt. Mindestens zwölf Soldaten überlebten den Anschlag nicht, 35 wurden verwundet, wie ein Sprecher der Streitkräfte mitteilte.

Die Soldaten gehören zu einer Einheit, die überwiegend bei Operationen gegen militante Extremisten auf dem Sinai eingesetzt wird. Der Selbstmordanschlag erfolgte auf der Straße zwischen dem Grenzübergang Rafah zum Gazastreifen und der Stadt Al-Arisch im Norden des Sinai. Die Militärs waren auf dem Weg in die ägyptische Hauptstadt Kairo.

Ägyptischer Soldat in gepanzertem Fahrzeug auf dem Sinai (Foto: EPA)

Trotz verstärkter Militärpräsenz auf dem Sinai gibt es immer wieder Anschläge

Immer wieder Anschläge

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi Anfang Juli durch die ägyptischen Streitkräfte haben Anhänger des Terrornetzwerks Al Kaida ihre Anschläge in der Region intensiviert. Das dünn besiedelte Gebiet zwischen Israel und dem Suez-Kanal hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem Rückzugsort für militante Extremisten entwickelt.

Im September fassten ägyptische Polizisten in Al-Arisch den Anführer der Al-Kaida-Terroristen der Unruheprovinz Nord-Sinai, Adel Habara. Er soll für den Tod von mehr als 40 Soldaten verantwortlich sein.

Ebenfalls an diesem Mittwoch detonierte eine Bombe an einem Kontrollpunkt in Kairo, wie das Fernsehen berichtete. Dabei wurden drei Menschen getötet.

se/sti (ape, dpa, rtr, afp)

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