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Aktuell Asien

Anschläge zum Ende des Ramadan

Zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan kommt es in Afghanistan und Pakistan zu Anschlägen. Mehr als 50 Menschen kommen dabei um Leben.

In Pakistan tötete ein Selbstmordattentäter bei einer Trauerfeier für einen ermordeten Polizisten nach offiziellen Angaben 38 Menschen, 50 Trauergäste wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich im Westen des Landes in der Provinzhauptstadt Quetta. Unter den Opfern sollen laut Behördenangaben vor allem Polizisten sein.

Die Gäste der Trauerfeier hatten den Beamten zu Grabe getragen, der nur Stunden zuvor von Unbekannten erschossen worden war. Der Angreifer habe die Bombe am Körper getragen und am Eingang der Moschee gezündet, als die Polizisten angetreten seien. Quetta gilt als Hochburg radikal-islamischer Taliban und anderer militanter Gruppen.

Anschlag in Afghanistan

Im Nachbarland Afghanistan sind bei einer Explosion auf einem Friedhof in der Provinz Nangarhar mindestens zehn Frauen und drei Kinder getötet worden. Zudem seien zwei weitere Frauen und ein Kind verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Provinz. Die Ursache der Explosion sei noch unklar. Hintergrund könne ein Streit zwischen Familien seien.

Ausländische Waffen in den Händen der Taliban töteten "unschuldige Afghanen", beklagte der Präsident Hamid Karsai in einer Ansprache anlässlich des Festes zum Ende des Fastenmonats Ramadan. "Hört auf damit, seid afghanisch", mahnte Karsai die Taliban, die er verdächtigt, im Auftrag Pakistans zu arbeiten.

In jüngster Zeit hat die Zahl der tödlichen Anschläge in Afghanistan wieder zugenommen. Mitte Juni übernahmen afghanische Kräfte landesweit die Sicherheitsverantwortung; bis Ende 2014 sollen die internationalen Kampftruppen Afghanistan verlassen.

nem/kle (dpa, afp, rtr)

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