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Aktuell Kultur

Anna Netrebko in Salzburg gefeiert

Die russische Starsopranistin Anna Netrebko verzauberte am Wochenende bei den Salzburger Festspielen als Leonora in Verdis "Il Trovatore" das Publikum. An ihrer Seite: Plácido Domingo in der Rolle des Grafen Luna.

Die bestens aufgelegte Sängerin zeigte sich in Topform. Das löste Szenenapplaus nach jedem längeren Auftritt aus - ganz besonders belohnte das Publikum Anna Netrebkos Arie "Auf den rosigen Flügeln der Liebe". Zum Schluss der Oper - nach Leonoras Freitod und nach der Hinrichtung ihres Geliebten, des Troubadours Manrico - brach das Publikum in frenetischen Jubel aus.

Auch der inzwischen ins Baritonfach gewechselte Startenor Plácido Domingo wurde mit Ovationen bedacht. Alleine schon seine Ausstrahlung und seine Präsenz auf der Bühne des ausverkauften Großen Festspielhauses an der Salzach reichten dazu aus.

Für den lettischen Regisseur Alvis Hermanis allerdings gab es auch einige Buhrufe. Er inszenierte das eigentliche Historiendrama aus der Renaissancezeit in einem Museum mit alten Meistern. Anna Netrebko war eine Museumswärterin, die sich in das Bild eines Minnesängers verliebt hatte und sich in ihren Träumen als dessen Geliebte wiederfand. Domingo spielte dessen Widersacher, den Grafen Luna. Offensichtlich konnte sich das Publikum mit dieser Geschichte nicht wirklich anfreunden. Auch für die routiniert wirkenden Wiener Philharmoniker unter Daniele Gatti gab es deutlich weniger Applaus.

cp / rf / rey (dpa, SZ, merkur-online)