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Wirtschaft

Anleger müssen weiter im Nebel stochern

Anleger in aller Welt wüssten gerne, wann die US-Notenbank die Zinswende vollzieht und den Leitzins anhebt. Aber die Noten-Banker in Washington lassen sich weiterhin nicht in die Karten schauen.

Zwei Tage lang haben die Währungshüter zusammengesessen und sich über die künftige Zinspolitik unterhalten. Vermutlich wird man dort auch den Zeitplan besprochen haben, wie man von der gegenwärtigen Niedrigzinspolitik wieder wegkommen will. Nur: Nach außen gedrungen ist davon bisher nichts; die Währungshüter der Federal Reserve (Fed) gaben keine konkreten Hinweise auf die erste Zinserhöhung nach der Finanzkrise. Sie halten sich damit vorerst alle geldpolitischen Optionen offen.

US-Konjunktur tritt auf der Stelle

Der US-Leitzins bleibt damit vorerst auf dem Rekordtief zwischen null und 0,25 Prozent. Dort liegt er seit Ende 2008. Die Notenbank hatte Anleger bereits auf eine nahende Zinswende vorbereitet.

Allerdings scheint die aktuelle Lage der Wirtschaft das nicht zuzulassen. Der starke Dollar und der ungewöhnlich strenge Winter haben den Wachstumsmotor der US-Wirtschaft zu Jahresbeginn fast abgewürgt. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März auf das Jahr hochgerechnet nur noch minimal um 0,2 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington heuteitteilte. Die weltgrößte Volkswirtschaft stagniert damit quasi. Mit einem derart starken Einbruch hatte kaum ein Experte gerechnet, zumal die Konjunktur Ende 2014 noch rund lief und die Wirtschaft um 2,2 Prozent zulegte.

Bru/dk (Reuters/dpa)