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Deutschland

Anklagen nach Brand in Bautzener Asylheim

Knapp zwei Monate nach dem Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Bautzen gibt es die ersten Anklagen - aber nicht gegen Brandstifter, sondern gegen Schaulustige. Sie wollten die Löscharbeiten behindern.

Deutschland Geplantes Flüchtlingsheim in Flammen in Bautzen

Das Feuer in dem geplanten Flüchtlingsheim wurde laut Ermittlern vorsätzlich gelegt

Schaulustige bejubeln den Brand eines geplanten Flüchtlingsheims und Rettungskräfte sollen an ihrer Arbeit gehindert werden - dieser Fall aus dem sächsischen Bautzen löste bundesweites Entsetzen aus. Jetzt gehen die Behörden gegen die ersten Beteiligten vor. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden die ersten Anklagen erhoben. Sie richteten sich beim Amtsgericht Bautzen gegen drei junge Männer. Die Staatsanwaltschaft werfe ihnen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor. Sie sollen Polizisten während der Löscharbeiten behindert haben.

Derzeit laufe das Eröffnungsverfahren, hieß es. Das bedeute, die Tatverdächtigen könnten sich zu den Vorwürfen äußern. Danach entscheidet das Amtsgericht, ob sich die Angeklagten vor Gericht verantworten müssen. Wenn die jungen Männer aus Bautzen und Umgebung keine Wiederholungstäter sind, werden solche Straftaten meist mit einer Geldstrafe geahndet.

Gebäude wird kein Flüchtlingsheim mehr

Im Februar hatte der ehemalige Hotelkomplex, in dem Ende März rund 300 Asylbewerber einziehen sollten, gebrannt. Einige Schaulustige hatten unverhohlen ihre Freude über das Feuer zum Ausdruck gebracht und versucht, die Löscharbeiten zu behindern. Die Ermittler stellten nachher fest, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war. Die Täter wurden bislang nicht gefasst. Sämtliche Pläne für eine Flüchtlingsunterkunft wurden mittlerweile aufgegeben.

wo/stu (epd, dpa)

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