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Aktuell Asien

Anklage gegen "Sewol"-Crew erhoben

Nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre "Sewol" ist gegen den Kapitän und den Crewmitglieder Anklage erhoben worden. Vier von ihnen wird Totschlag vorgeworfen.

Der Kapitän, zwei Steuermänner und ein Ingenieur der gekenterten Fähre müssen sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft erhob gegen die Beschuldigten Anklage wegen "Totschlag durch grobe Fahrlässigkeit", wie die Nachrichtenagentur Yonhap meldete. Elf weitere Crewmitglieder sind wegen fahrlässigem Verhalten angeklagt.

Der Staatsanwaltschaft zufolge haben die Beschuldigten die Passagiere im Stich gelassen. Bei dem Seeunglück vor einem Monat sollen die vier zu den ersten gehört haben, die nach der Havarie der Fähre das sinkende Schiff verließen und so hunderte Passagiere ihrem Schicksal überließen. Sollten der Kapitän Lee Jun Seok und die drei Crewmitglieder für schuldig erklärt werden, droht ihnen die Todesstrafe.

Nach offiziellen Angaben sind bei dem Unglück mindestens 281 Menschen gestorben, am Bord befanden sich 476 Personen. Die meisten Passagiere waren Schulkinder auf einem Klassenausflug. Die Fähre kenterte vor der Südwestküste Koreas. Noch gelten 23 Personen als vermisst.

zam/pg (afp, dpa)