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Wirtschaft

Anklage gegen Anton Schlecker wegen vorsätzlichen Bankrotts

Vor vier Jahren schlitterte der Drogeriemarkt Schlecker in die Pleite. Rund 25.000 Menschen verloren ihre Jobs. Nun geht es dem Gründer an den Kragen: Er soll Millionen auf die Seite geschafft haben - vor der Insolvenz.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen Anton Schlecker wegen vorsätzlichen Bankrotts erhoben. Der 71-jährige Drogeriemarktkönig Schlecker und weitere Familienmitglieder sollen kurz vor der Pleite Millionen beiseite geschafft haben. Das berichteten mehrere deutsche Tageszeitungen.

Demnach habe Schlecker Geld per Schenkung an Familienmitglieder weitergereicht. Auch habe er überteuerte Verträge mit Firmen seiner Kinder geschlossen, berichteten die Blätter. Schleckers Frau Christa, sein Sohn Lars und seine Tochter Meike seien angeklagt worden, weil sie dem Patriarchen nach Ansicht der Ermittler beim Beiseiteschaffen des Geldes geholfen hätten.

Schlecker reicht Insolvenzantrag ein (Foto: Schlecker/dapd)

Eine Bildmontage der Firma Schlecker aus dem Jahr 2012. Sie zeigt Anton Schlecker (2.v.l.), Gründer der Schlecker-Drogeriemärkte, mit seiner Ehefrau Christa und seinen Kindern Lars und Meike (r.)

Europas ehemals größte Drogeriekette Schlecker hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. Etwa 25.000 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz. Die Gläubiger forderten rund eine Milliarde Euro. Das Handelsunternehmen aus Baden-Württemberg hatte zu seinen Bestzeiten rund 9000 Märkte im In- und Ausland.

Nach einem Streit um übertragenes Vermögen aus dem Unternehmen zahlte die Familie Schlecker dem Insolvenzverwalter gut ein Jahr nach der Pleite 10,1 Millionen Euro. Der Versuch eines österreichischen Investors, einen Teil der Filialen mit dem Konzept eines modernen Tante-Emma-Ladens wiederzubeleben, scheiterte 2013.

nm/bea (dpa/afp)

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