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Aktuell Europa

Ankara beendet Anti-PKK-Einsatz in Cizre

Nach mehrmonatigem Häuserkampf ziehe sich die türkische Armee aus der Stadt in Anatolien zurück, so die Regierung. Doch andernorts wird weiter gegen militante Kurden gekämpft.

Straßenszene in Cizre (ArchivbildI: picture-alliance/abaca)

Spuren der Gewalt: Straßenszene in Cizre (ArchivbildI)

Die türkische Regierung hat eine zweimonatige Militäraktion gegen die Rebellen der kurdischen Arbeiterpartei PKK in Cizre für beendet erklärt. Der Einsatz in der südostanatolischen Stadt sei "sehr erfolgreich" gewesen, sagte Innenminister Efkan Ala. Die Ausgangssperre bleibe allerdings bis auf weiteres in Kraft.

In Cizre hatten sich Soldaten und Polizisten seit Dezember verbissene Häuserkämpfe mit PKK-Anhängern geliefert. Dabei wurden auch schwere Waffen eingesetzt und ganze Straßenzüge zerstört.

HDP: Regierung hat Massaker verübt

Die Kurdenpartei HDP wirft der Regierung vor, in Cizre ein Massaker an zahlreichen Menschen verübt zu haben, die in einem Keller Schutz vor den Kämpfen suchten. Die Regierung wies die Vorwürfe zurück. In anderen Städten des kurdischen Südostens wird weiter gekämpft.

Die Gefechte waren entflammt, nachdem die PKK in einigen Städten einseitig Autonomiegebiete ausgerufen und diese mit Straßengräben und Barrikaden gegen die Sicherheitskräfte verteidigt hatte.

Laut HDP gab es im Kurdengebiet insgesamt mehr als 200 zivile Opfer. Nach Angaben der Regierung wurden mehrere hundert PKK-Kämpfer bei den Gefechten getötet.

jj/cr (dpa, afp)