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Sport

Anibal Ruiz: Träume muss man verwirklichen

Für Überraschungen wolle sein Team bei der WM sorgen, verkündet Anibal Ruiz. Wie er das anstellen möchte, verrät der Nationaltrainer Paraguays im Gespräch mit DW-WORLD.DE.

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Ein Uruguayer als Coach der paraguayischen Fußball-Nationalmannschaft: Anibal Ruiz

DW-WORLD.DE: Kann Paraguay schon eine Zwischenbilanz der WM-Vorbereitung ziehen?

Anibal Ruiz: Ich halte unsere Vorbereitung bis heute für gut. Wir haben uns um die Logistik unserer Teilnahme bei der WM gekümmert, wir besuchen alle Spieler der Nationalmannschaft, beobachten, was unsere Gegner machen und verfolgen, wie im Fall von Roque Santa Cruz, die Heilung unserer verletzten Fußballer.

Sie wurden zum Trainer des Jahres 2005 in Südamerika gewählt, war das eine Anerkennung zur Entwicklung des paraguayischen Fußballs?

Bundesliga Saison 2005/06 Werder Bremen - Hannover 96 Nelson Valdez

Einer der Stars in Ruiz' Mannschaft: der Bremer Nelson Valdez

Ja, sicher. Unser Fußball hat sich in den letzten Jahren sehr gut auf internationalen Bühnen präsentiert: drei WM-Teilnahmen hintereinander, eine sehr gute Platzierung bei Olympia in Athen, gute Vorstellungen bei den Weltmeisterschaften der U-17 und U-20. All das ist kein Zufall, das ist das Ergebnis einer bewussten Arbeit mit den jungen Talenten. In der aktuellen Nationalmannschaft haben wir 50 Prozent von den Spielern, die bei Olympia waren. Viele von denen trainieren mit mir seit deren Zeit bei der U-20-Auswahl. Das nenne ich einen Prozess. Wir haben in Paraguay etwas geschafft, was in allen anderen Ländern sehr schwer fällt: ein Generationsumbruch. Die Mannschaften, die das versucht haben, konnten sich nicht für die WM qualifizieren. Bei uns ist es problemlos gelaufen.

Das war also eine Weichenstellung für die Zukunft?

Das würde ich auch sagen oder zumindest eine auf mittlere Sicht. Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Es zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind.

Wo sieht sich Paraguay bei der WM?

Paraguay muss 2006 eine bessere Platzierung als 2002 und 1998 erreichen. Wir wissen, wie schwer unsere Gruppe ist: Schweden, England und Trinidad und Tobago sind keine leichten Gegner. Wir wollen in Deutschland Hauptdarsteller sein, dafür müssen wir uns auf unser Können, auf unsere Fähigkeiten verlassen, beweisen, warum unsere Fußballer in den besten Ligen spielen, in Italien, in Spanien, in Deutschland, in Mexiko, in Brasilien. Wir wollen in Deutschland nicht nur Teilnehmer sein, sondern Protagonisten werden.

Wie schätzen sie Ihre Gegner ein?

Stern John, Trinidad und Tobago, WM 2006

Paraguay mit Respekt vor Vorrundengegner Trinidad & Tobago

Bei einer WM gibt es keinen leichten Gegner, die besten 32 Mannschaften nehmen teil, der Weg zum Finale ist für alle voller Hindernisse. Eigentlich werden wir gegen drei europäische Mannschaften spielen. Trinidad und Tobago spielt nach den Anweisungen von Trainer Leo Beenhakker sehr "holländisch". Paraguay wird damit kein Problem haben, wir respektieren alle und wissen, dass der gefährlichste Gegner immer der Nächste ist.

Haben Sie sich mit England beschäftigt?

Natürlich, sie haben eine großartige Mannschaft, die gerade einen Schwung erlebt. Der englische Fußball wird weltweit gesehen und bewundert, wir kennen ihn. Ich möchte nur betonen, dass das Schicksal von Paraguay in seinen eigenen Händen liegt. Wir haben Argumente, um uns gegen jeden Rivalen durchzusetzen. Wir müssen und können diese drei Mannschaften besiegen.

Was ist mit Schweden?

Wir beobachten die Schweden, das werden wir bis zur WM weiter machen. Bisher haben wir festgestellt, dass ihre individuellen Fähigkeiten sehr gefährlich sind.

Worin liegt die Stärke von Paraguay?

Der beste Spieler von unserer Mannschaft ist die Mannschaft selbst. Rationalität und Ordnung sind das wichtigste, damit können wir etwas schaffen. Danach kommen die Erfüllung unserer Aufgaben auf dem Feld und das Nutzen unserer Chancen.

Was kann Paraguay noch verbessern?

Eine Menge, wir müssen an neue Alternativen arbeiten, vermeiden, dass der Gegner uns auswendig kennt.

Diese Alternativen ändern sich je nach Gegner?

So muss es sein.

Erfahren Sie im zweiten Teil, was Anibal Ruiz über die Stärken Paraguays, seine Erwartungen an die WM und die paraguayischen Spieler in der Fußball-Bundesliga zu sagen hat

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