Angst vor Russland: Finnland baut Armee aus | Aktuell Europa | DW | 16.02.2017
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Sicherheit in Europa

Angst vor Russland: Finnland baut Armee aus

Die finnische Regierung hat angekündigt, die Truppen für den Konfliktfall von 230.000 auf 280.000 Soldaten aufzustocken. Für ein Land mit rund fünf Millionen Einwohnern ist das sehr viel.

Damit solle die "Fähigkeit zur Verteidigung des gesamten nationalen Territoriums verbessert" werden, hieß es in einem Regierungsbericht. Die Rede ist darin von der Absicht des Nachbarstaats Russland, seinen "Status als Großmacht zu festigen".

Moskau habe als "Ziel" ein "auf Einflusssphären beruhendes Sicherheitssystem" genannt. Der Bericht erwähnt ferner, dass sich die Sicherheitslage in der Finnland umgebenden Ostsee verschlechtert habe. Finnland, das nicht dem NATO-Militärbündnis angehört, hatte im vergangenen Oktober einen Vertrag zur militärischen Zusammenarbeit mit den USA unterzeichnet. Auch mit dem benachbarten Schweden wurde eine Zusammenarbeit vereinbart. Hintergrund der finnischen Sorgen ist die Annexion der Krim durch Russland und die Eskalation der Krise in der Ostukraine, bei der Moskau die Separatisten im Kampf gegen Kiew unterstützt.

Hohe Kosten

Die Aufstockung der Truppen schlägt sich im finnischen Militärhaushalt mit 55 Millionen Euro nieder - zusätzlich zu den jährlichen Ausgaben von derzeit 2,4 Milliarden Euro. Die Regierung rechnet damit, dass es auch nach 2020 eine deutliche Ausgabensteigerung geben wird. Helsinki will im kommenden Jahrzehnt seine Hornet-Kampfjets durch neue Flugzeuge ersetzen und auch seine veraltete Flotte modernisieren.

cgn/qu (afp, rtre)

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