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Frankreich

Angriff mit Hammer auf Polizisten in Paris

Vor der Kathedrale Notre-Dame hat die Polizei das Feuer auf einen Angreifer eröffnet. Der mutmaßliche Täter hatte versucht, einen Beamten mit einem Hammer zu attackieren. Die Ermittler gehen einem Terror-Verdacht nach.

Nach dem Zwischenfall vor der Pariser Kathedrale Notre-Dame gehen die Ermittler einem Terror-Verdacht nach. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat den Fall übernommen.

Den Angaben zufolge griff der Täter eine Polizistengruppe von hinten mit einem Hammer an und verletzte dabei einen der Beamten. Laut französischen Medienberichten wurde der Täter daraufhin angeschossen. Journalisten berichteten, es habe zuvor zwei Explosionen auf dem Vorplatz der Kathedrale gegeben. Daraufhin sei Panik unter den Besuchern ausgebrochen.

Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe laute Schreie gehört. Dann seien zwei Schüsse gefallen. Er habe den verletzten Angreifer auf dem Vorplatz der Kathedrale liegen sehen. "Überall war Blut", sagte der Zeuge. Die Menschen seien in Panik geraten.

Die Polizeipräfektur von Paris erklärte, die Sicherheitskräfte hätten die Situation schnell unter Kontrolle gebracht. Der verletzte Angreifer wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht. 

Innenminister Gérard Collomb sprach von einem Einzeltäter. Der Angreifer habe bei der Tat gerufen: "Das ist für Syrien!" Von Seiten der Ermittler hieß es, der Mann habe sich zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannt. Er soll der Polizei nicht bekannt gewesen sein. Collomb sagte weiter, der Täter sei nach eigenen Angaben ein Student aus Algerien. Seine Papiere würden nun überprüft. Der Angreifer habe neben dem Hammer zudem noch Küchenmesser bei sich geführt, fügte Collomb hinzu.

Auf dem Vorplatz der Kirche halten sich üblicherweise viele Touristen auf. Rund 900 Besucher der Kathedrale wurden nach dem Vorfall aus Sicherheitsgründen zunächst in der Kirche festgehalten.

Gebiet um Notre-Dame abgesperrt

Die Behörden hatten über Twitter dazu aufgerufen, den Bereich um die Kirche im Herzen der französischen Hauptstadt zu meiden. Das Areal wurde weiträumig abgegsperrt.

Frankreich wird seit rund zweieinhalb Jahren von einer Terrorserie erschüttert, knapp 240 Menschen wurden dabei getötet. Mehrfach waren Sicherheitskräfte das Ziel der Anschläge. Zuletzt hatte Mitte April ein Angreifer auf der Pariser Prachtstraße Avenue des Champs-Élysées einen Polizisten erschossen und zwei weitere Beamte sowie eine deutsche Touristin verletzt.

Im ganzen Land gilt weiter der Ausnahmezustand, der nach den Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt worden war. Die Regelung soll nach Plänen der Regierung in Paris bis Anfang November verlängert werden.

HF/qu (rtr, dpa, afp)

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