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Aktuell Europa

Angriff auf südostukrainische Stadt Mariupol

Nach Angaben der örtlichen Polizei schlugen mehrere Raketen in einem Wohnviertel der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol ein. Die prorussischen Separatisten bekannten sich zu dem Angriff.

Bei dem Angriff wurden mindestens 20 Menschen getötet. Nach Angaben eines Behördensprechers wurden mehr als 80 weitere verletzt. Auch ein Markt im Südosten der Stadt sei getroffen worden. Wie die ukrainische Armee mitteilte, feuerten die Rebellen mit Grad-Raketen. Zahlreiche Häuser lägen in Schutt und Asche. Die Stadtverwaltung, die Polizei und die ukrainische Armee machten prorussische Rebellen für den Angriff verabtwortlich. Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk gab Russland die Schuld. Separatistenführer Alexander Sachartschenko bekannte sich zu dem Raketenbeschuss.

Strategisch wichtige Hafenstadt

Die Metropole am Schwarzen Meer ist die letzte größere Stadt in der Region, die von Kiew kontrolliert wird. Die Hafenstadt ist strategisch wichtig, weil sie zwischen den von den Rebellen kontrollierten Gebieten in der Ostukraine und der von Russland annektierten Halbinsel Krim liegt.

Im vergangenen August hatte es bereits blutige Kämpfe um Mariupol gegeben, bei der die ukrainische Armee schwerste Verluste erlitt. Derweil spitzten sich die Kämpfe in der Ostukraine weiter zu. Anfang September einigten sich die Konfliktparteien nach Verhandlungen in Minsk auf einen Waffenstillstand, der aber nie wirklich eingehalten wurde.

Rebellen kündigten neue Offensive an

In der Folge nahmen die Auseinandersetzungen an Intensität und Härte zu, bis die Rebellen am Freitag den Waffenstillstand endgültig aufkündigten und mit einer neuen Offensive drohten. Russische Nachrichtenagenturen zitierten den "Präsidenten" der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, der sagte, es solle die gesamte Krisenregion erobert werden - gegebenenfalls auch über die Gebietsgrenze von Donezk hinaus. Zuvor hatten sich die ukrainischen Truppen nach monatelangen Gefechten vom schwer umkämpften Flughafen in Donezk zurückgezogen.

uh/wl (afp,rtr)

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