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Aktuell Afrika

Angriff auf das Haus des libyschen Ministerpräsidenten

Libyen kommt nicht zur Ruhe. Bewaffnete Milizionäre haben das Haus des umstrittenen Ministerpräsidenten angegriffen - nur zwei Tage nach dessen Regierungsantritt. Der Premier blieb unverletzt.

Vier Angreifer hätten das Haus des libyschen Regierungschefs Ahmed Maitieg mit Raketenwerfern und anderen Waffen beschossen, sagte ein Regierungsbeamter in Tripolis. Wachleute hätten den Angriff abgewehrt, dabei sei einer der Attentäter getötet und ein weiterer verletzt worden. Zwei hätten fliehen können. Der Premier blieb unverletzt.

Maitieg hatte erst am Sonntag eine Regierung gebildet und damit offiziell sein Amt angetreten. Nur 93 der 200 Abgeordneten hatten an der umstrittenen Abstimmung über das Kabinett teilgenommen. Der neue Regierungschef wird von vielen Libyern nicht als rechtmäßiger Ministerpräsident anerkannt.

Umstrittener Regierungschef

Schon direkt nach seiner Wahl vor drei Wochen gab es Kritik an dem Abstimmungsverfahren. Vor einer Woche sprachen sich Armeeangehörige und einige Parlamentarier dafür aus, dass der bisherige Ministerpräsident Abdullah al-Thinni zunächst im Amt bleibt. Am 25. Juni sind ohnehin Parlamentswahlen geplant.

Seit dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi 2011 sorgen bewaffnete Gruppen für Unruhen in dem nordafrikanischen Land. Regierungschef Abdullah al-Thinni hatte im April seinen Rückzug bekanntgegeben, weil seine Familie von Milizionären bedroht wurde. Sein Vorgänger Ali Seidan wurde im Oktober 2013 sogar entführt.

cr/re (dpa, rtr, ap)