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Afrika

Angreifer töten Kirchenbesucher in Nigeria

Wieder sind Christen in Nigeria Opfer von Extremisten geworden. Der jüngste tödliche Angriff könnte zu einer Serie von Anschlägen der radikal-islamischen Sekte Boko Haram gehören.

"Sie schossen durch die Fenster der Kirche", berichtete der christliche Pastor Johnson Jauro aus dem nordöstlichen Bundesstaat Gombe. Bei dem Angriff seien sechs Menschen getötet worden, darunter seine Ehefrau. Weitere zehn Menschen hätten Verletzungen erlitten. Ein Polizei-Sprecher bestätigte den Anschlag, wollte aber keine Einzelheiten mitteilen.

Zu dem Angriff bekannte sich bisher niemand. Es gilt allerdings als wahrscheinlich, dass die Sekte Boko Haram für die Tat verantwortlich ist.

Blutspur

Die Islamisten hatten nach eigenen Angaben auch die Bombenanschläge auf mehrere Kirchen in Nigeria an Weihnachten verübt, bei denen rund 40 Menschen getötet worden waren. Nach der Anschlagsserie hatte Staatspräsident Goodluck Jonathan den Ausnahmezustand über Teile des Landes verhängt. Gombe gehörte jedoch nicht zu diesem Gebiet.

Vor kurzem hatte Boko Haram die Christen im weitgehend muslimischen Norden Nigerias ultimativ aufgefordert, die Region zu verlassen. Erklärtes Ziel der Sekte ist die Einführung des islamischen Rechtssystems Scharia in Nigeria.

wa/fw (rtr, afp, dapd)