Angolas Präsident Dos Santos will 2018 zurücktreten | Aktuell Afrika | DW | 11.03.2016
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Afrika

Angolas Präsident Dos Santos will 2018 zurücktreten

Seit 1979 ist er an der Macht. Schon 2001 wollte er abtreten, tat es aber nicht. Im übernächsten Jahr will Angolas Machthaber dos Santos nun doch seinen Sessel räumen.

José Eduardo dos Santos ist einer der am längsten agierenden Machthaber weltweit. Jetzt kündigte der 73-Jährige an, nach Ende seiner Amtszeit und damit nach der nächsten Wahl abzutreten. "Ich werde 2018 mein Leben als Politiker beenden", sagte dos Santos bei einem Spitzen-Treffen der regierenden Partei MPLA, das im Radio übertragen wurde.

Jetzt müsse ein Nachfolger gefunden werden; außerdem müssten Wege gefunden werden, das Land aus der Krise zu führen. Angolas Wirtschaft ist zu weiten Teilen vom Ölexport abhängig. Der Ölpreis-Verfall hat zu erheblichen Einnahmeverlusten geführt.

Dos Santos war unmittelbar nach der Unabhängigkeit Angolas 1975 Außenminister. Seit 1979 ist er Staatspräsident und zugleich Vorsitzender der MPLA, einer ehemals marxistischen Partei, die sich inwischen gewandelt hat.

Vorwurf: autoritär und korrupt

2001 kündigte er an, dass er bei den nächsten Präsidentschaftswahlen zurücktreten werde, vorausgesetzt, dass bis dahin Frieden herrsche. Es blieb jedoch bei der Ankündigung.

Zuletzt erhielt die MPLA bei der Parlamentswahl 2012 die Mehrheit. Da dos Santos Spitzenklandidat war, wurde er damit automatisch zum Präsidenten gewählt - erstmals nach einer geltenden Verfassung.

Seit Jahren wird ihm autoritäres Verhalten vorgeworfen. Vor einem Schweizer Gericht läuft außerdem ein Verfahren wegen Korruption im Amt gegen ihn.

mm/uh (rtr)

Die Redaktion empfiehlt