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Sport

Angola verdirbt Fiesta Mexicana

WM-Neuling Angola hat den favorisierten Mexikanern ein Bein gestellt und die Gruppe D noch einmal spannend gemacht. Mit dem 0:0 gewannen die "Schwarzen Antilopen" den ersten WM-Punkt für die Debütanten aus Afrika.

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Unkonventionell, aber tüchtig:
Angolas Torhüter João Ricardo

Die erschreckend ideenlosen Mexikaner benötigen jetzt noch einen Zähler im letzten Vorrundenspiel am Mittwoch gegen Portugal, um zum vierten Mal nacheinander in die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft einzuziehen. Den Angolanern, die noch theoretische Chancen auf das Achtelfinale besitzen, wird beim "Gruppen-Endspiel" am Mittwoch gegen den Iran André fehlen, der in der 79. Minute die Gelb-Rote Karte sah.

Die WM ist kein Confed-Cup

Fußball, WM 2006, Mexiko - Angola, 16.06.2006

Über mangelnde Unterstützung durch die Fans konnte sich Mexiko nicht beklagen

Die Mexikaner, die im Vorjahr beim Confed-Cup noch gegen Brasilien gewonnen hatten, konnten an diese Leistung nicht anknüpfen. Zwar herrschte unter den schätzungsweise 30.000 mexikanischen Fans in Hannover schon lange vor dem Anpfiff Fiesta-Stimmung, doch unter dem Erwartungsdruck der grün-weiß-rot geschmückten Fan-Schar brachen die Mittelamerikaner fast zusammen.

Carlos Salcido eröffnete in der ersten Minute mit einem 20-Meter-Schuss den Sturm auf das Tor der Angolaner, doch dieser fulminante Start erwies sich als Sturm im Wasserglas. Der beim 3:1 gegen den Iran zwei Mal erfolgreiche Omar Bravo und Guillermo Franco konnten sich gegen die oft ungestüm, aber mit Hingabe zu Werke gehenden Afrikaner nicht in Szene setzen.

Stürmer scheiterten kläglich

Anders als beim 0:1 gegen Portugal überstanden die "Schwarzen Antilopen" die Anfangsphase ohne Gegentreffer. Das machte sie immer mutiger, je länger das Spiel dauerte, doch im Abschluss agierten Paulo Figueiredo und Antonio Mendonça zu ungenau. Das Glück des Tüchtigen stand ihnen zur Seite, als Mexikos Kapitän Rafael Marquez einen Freistoß aus fast 30 Metern an den Pfosten setzte.

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel brachte Mexikos Trainer Ricardo La Volpe in Jesus Arellano einen dritten Stürmer, und der etatmäßige Verteidiger Marquez machte über rechts Druck. Doch in dem zerfahrenen Spiel wollte den Mexikanern nicht viel gelingen. Statt ins Tor zu treffen, schossen sie den vereinslosen angolanischen Torwart João Ricardo berühmt - zunächst Franco in aussichtsreicher Position, wenig später scheiterte Bravo kläglich. In der hektischen Schlussphase machten es der eingewechselte Fonseca, Marquez und Bravo mit einem weiteren Pfostentreffer nicht besser.

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