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Kultur

"Angezettelt" - Rassistische Aufkleber als Museumsstücke

Kaum ein Kind hat sie nicht gesammelt: Aufkleber. Dass sie auch seit langem für Propaganda und politische Hetze genutzt werden, zeigt eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin.

Bereits im Deutschen Kaiserreich waren sie äußerst populär: Klebezettel, heute Sticker genannt. Einfach in der Herstellung und kaum zu übersehen, dienten sie im öffentlichen Raum der Verbreitung eines Weltbilds. Das machten sich dann auch die Nationalsozialisten für ihre Propaganda zunutze. Auch heute werden die Aufkleber weiterhin für politische Slogans genutzt. In der Ausstellung "Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute" nimmt das Deutsche Historische Museum die Klebebildchen unter die Lupe.

Die Bilderschau basiert auf der umfangreichen Privatsammlung von Wolfgang Haney. 1924 in Berlin geboren, trägt er - seit er denken kann - Antisemitica und Fundstücke aus der Zeit des Nationalsozialismus zusammen. Entstanden ist daraus eine spannende Ausstellung, die erschreckend aktuelle Parallen zwischen Gegenwart und der Zeit zwischen 1933 und 1945 aufweist. Vom 20. April bis zum 31. Juli 2016 ist sie im Deutschen Historischen Museum Unter den Linden in Berlin zu sehen.

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