1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Angela Maurer verpasst Edelmetall

2008 in Peking war Angela Maurer eine der tragischen Figuren. Die Schwimmerin verpasste nur hauchdünn Bronze – und auch in London fehlten ihr als Fünfte wieder nur wenige Sekunden zum Podium.

Auch Angela Maurer hat den deutschen Schwimmern in London keine Olympia-Medaille bescheren können. Die Freiwasserschwimmerin schwamm am Donnerstag (09.08.2012) über zehn Kilometer auf den fünften Platz. Der Sieg im Serpentine Lake des Londoner Hyde Parks ging nach 1:57:38 Stunden an die Ungarin Eva Risztov vor Hayley Anderson aus den USA. Bronze sicherte sich die Europameisterin Martina Grimaldi aus Italien. Nur gut zehn Sekunden später schwamm Maurer entkräftet durch das Ziel. Erst auf den letzten Metern hatte sie den Anschluss an das Medaillentrio verloren.

Es war somit nicht das erhoffte Happy End für Angela Maurer in ihrem letzten olympischen Rennen. Der zweimalige Freiwasser-Weltmeisterin fehlten auf den letzten Metern die entscheidenden Körner, um an der jüngeren Konkurrenz dran zu bleiben. Der knappe Einlauf von London ließ Erinnerungen wach werden an die lertzten Olympischen Spiele von Peking, die ebenfalls mit einer hauchdünnen Entscheidung gegen Maurer endeten: Maurer wurde nur Vierte.

Peking im Kopf

Angela Maurer mit Tränen nach der verpassten Bronzemedaille 2008 in Peking über 10 Kilometer (Foto: AP)

"Einfach nur bitter": Angela Maurer vor vier Jahren in Peking

"Das ist immer noch in meinem Kopf. Ich denke schon noch oft daran." Vier Jahre ist es mittlerweile her, aber Peking – diese letzten Meter nach einem aufreibenden 10-Kilometer-Rennen im Freiwasser – sie machen Angela Maurer immer noch zu schaffen. 0,9 Sekunden fehlten ihr damals zu Bronze. "Das war einfach eine unheimlich bittere Niederlage."

Dieser vierte Platz, die gefühlte Niederlage, war der Antrieb für die Schwimmerin des SSV Undine Mainz, weiter zu schwimmen. "Nur deshalb habe ich mich noch einmal vier Jahre gequält", lächelt die mittlerweile 37-Jährige.

60.000 Kilometer sind es schon

Seit 16 Jahren schwimmt die Wiesbadenerin im Freiwasser – also in Seen oder im Meer. "Der Reiz ist in der Natur zu sein. Jedes Rennen ist anders. Mal begegnen einem Quallen, mal hat man hohe Wellen. Man weiß nie, was einen erwartet."

60.000 Kilometer Brust, Rücken, Kraulen liegen mittlerweile hinter ihr. Sie hat alles gewonnen, ist Europameisterin und Weltmeisterin nur diese olympische Medaille, die fehlt ihr noch. Das Wasser ist ihr Zuhause, auch wenn sie zuletzt außerhalb für Schlagzeilen gesorgt hat. Angela Maurer ist eine von fünf deutschen Sportlerinnen, die sich für den Playboy ausgezogen haben.

Nacktbilder als Herausforderungen

"Das war eine Herausforderung. Normalerweise bin ich ja immer im Wasser, da war ich mal an Land", lächelt Maurer. Ihr Mann und Trainer Nikolai Evseev war nicht so begeistert, gab seiner Frau dann aber doch seinen Segen für die Aktion. "Sie hatte einige Auflagen, und so lange die Konzentration für London darunter nicht leidet, ist es okay."

Angela Maurer schwimmt. (Foto: dpa)

In ihrem Element: Langstreckenschwimmerin Angela Maurer

Endlich Edelmetall hieß ihr Ziel für London, um das Trauma Peking vergessen zu machen. Stattdessen wurde es wieder ein starkes Rennen, dass mit einer Enttäuschung endete. Es war vermutlich der Schlusspunkt einer dennoch beachtlichen Karriere der Angela Maurer.

Audio und Video zum Thema