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Aktuell Welt

Angehörige von Ebola-Patient in USA nicht angesteckt

Manchmal gibt es beim Kampf gegen das hochgefährliche Ebola-Virus auch gute Nachrichten: Die Angehörigen des gestorbenen Patienten in Dallas haben sich nicht angesteckt.

Die Verlobte von Thomas Eric Duncan und weitere Familienmitglieder des Mannes hätten in 21 Tagen keine Ebola-Symptome gezeigt und seien aus der Quarantäne entlassen worden, teilten die Gesundheitsbehörden im US-Bundesstaat Texas mit. Insgesamt seien 43 Menschen, unter ihnen auch Nachbarn und Pflegepersonal, von der Beobachtungsliste genommen worden. Sie alle hätten nach Ablauf der 21-tägigen maximalen Ebola-Inkubationszeit keine Krankheitssymptome gezeigt.

Erste Ebola-Diagnose in den USA

Bei dem aus Liberia in die USA gereisten Duncan war Ende September in einem Krankenhaus in Dallas Ebola festgestellt worden. Es handelte sich dabei um die erste Ebola-Diagnose außerhalb Afrikas seit Beginn der aktuellen Epidemie. Rund eine Woche später war der Patient gestorben. (Das Artikelbild zeigt die Desinfizierung seines Apartements in Dallas).

Zwei Krankenschwestern hatten sich bei ihm angesteckt, sie werden derzeit in den USA behandelt. Als Konsequenz aus dem "Fall Duncan" erließ die US-Seuchenkontrollbehörde CDC jetzt strengere Richtlinien für den Umgang mit Ebola. Die neuen Regeln sollen für das Personal in Kliniken "höhere Sicherheit" bringen. So müssen alle Krankenpfleger, die sich um Ebola-Patienten kümmern, intensiv im Umgang mit der Schutzkleidung geschult werden.

Nigeria frei von Ebola

Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas, wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO für "Ebola frei" erklärt. "Das ist eine spektakuläre Erfolgsgeschichte, die zeigt, dass Ebola eingedämmt werden kann", betonte die WHO. In Nigeria hatte es 20 Erkrankte gegeben, acht von ihnen starben an dem Virus. Ein Ebola-Ausbruch gilt nach den WHO-Richtlinien als beendet, wenn 42 Tage lang kein Fall aufgetreten ist.

Gewonnen ist mit diesen kleinen Erfolgen noch nichts, in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone wütet die Epidemie weiter. Bereits mehr als 9200 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, über 4550 von ihnen sind gestorben. Kubas Präsident Raul Castro, dessen Land sich wie kaum ein anderes in den betroffenen Staaten engagiert, warnte vor einer gefährlichen Pandemie, sollte es nicht gelingen, die Krankheit in Westafrika zu stoppen. Der sozialistische Karibik-Staat hat bereits 165 Ärzte und Pflegekräfte in die Ebola-Gebeite geschickt und will 300 weitere entsenden.

wl/qu (dpa, afp, rtr)