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Aktuell Afrika

Angeblicher Erdrutschsieg von Mugabe

Die internationale Gemeinschaft zweifelt - aber angeblich hat Machthaber Mugabe bei den Wahlen in Simbabwe einen Sieg errungen. Mugabe habe in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl die absolute Mehrheit errungen. Skepsis ist angebracht.

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Robert Mugabes Sieg bei den Präsidentenwahlen in Simbabwe wird von der internationalen Gemeinschaft angezweifelt. Das am Samstag veröffentlichte Wahlergebnis entspreche nach Überzeugung der USA nicht dem Wählerwillen, erklärte US-Außenminister John Kerry in Washington. Bei den Wahlen und den Vorbereitungen dazu habe es immer wieder Unregelmäßigkeiten gegeben.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte eine Untersuchung der Berichte über Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen. "Diese Bedenken sollten transparent und gerecht geprüft werden", sagte Ban in New York. Er sei froh, dass die Wahlen weitgehend friedlich abgelaufen seien, das müsse jetzt auch so bleiben.

Die EU sei besorgt über die "mangelnde Transparenz", mutmaßliche Unregelmäßigkeiten und Berichte über eine nicht vollzählige Beteiligung aller Wähler, erklärte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Brüssel.

Tsvangirai will anfechten

Nach Berechnungen der nationalen Wahlkommission in Harare hat der 89-jährige Mugabe schon in der ersten Wahlrunde mit 61 Prozent der Stimmen deutlich die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Sein wichtigster Herausforderer, Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, habe etwa 34 Prozent erzielt. Mugabes Partei, die Zanu-PF, schafft demnach eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament. Bisher hatte die Partei Tsvangirais, die MDC, die Mehrheit in der 210 Sitze zählenden
Volksvertretung. Die Wahlbeteiligung habe bei 53 Prozent gelegen, teilte die Kommission weiter mit. Die Wahlen waren überschattet von Vorwürfen, Mugabe und seine Partei hätten die Abstimmung manipuliert. Tsvangirai sprach von "Wahlfarce" und "Wahlbetrug". Der 61-Jährige kündigte am Samstag die Anfechtung der Wahl vor dem Obersten Gericht in Harare an.

ml/kle (dpa, rtr)