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Kultur

Angeblich Grab von Aristoteles entdeckt

Ein griechischer Archäologe will eine spektakuläre Entdeckung gemacht haben: Kostas Sismanides behauptet, er habe das Grab des Philosophen Aristoteles im nordgriechischen Stageira ausfindig gemacht.

Es wäre eine kleine Sensation - wenn sie denn stimmt. Der griechische Forscher Kostas Sismanides teilte am Rande des zur Zeit in Thessaloniki stattfindenden Weltkongresses "Aristotle 2400 Years" mit, dass er glaube, Aristoteles' Grab gefunden zu haben. Es soll sich in Stageira befinden, dem Geburtsort des weltbekannten Platon-Schülers und einflussreichen Philosophen, der von 384 vor Christus bis 322 vor Christus lebte und Lehrer von Alexander des Großen war.

"Starke Indizien sprechen dafür, dass wir das Grab gefunden haben", zitierte der griechische Fernsehsender ERT den Forscher. Es soll sich in einem hufeisenförmigen Gebäude in der Grabungsstätte Stageira in Nordgriechenland befinden, die auf der Ostseite der Halbinsel Chalkidiki liegt. Die Einwohner Stageiras hätten Aristoteles' Asche aus Chalkis - wo der Philosoph gestorben ist - zu seinem Geburtsort zurückgebracht, erklärte der Archäologe Kostas Sismanides.

Seit 1996 leitet er die Ausgrabungen in Stageira. Es ist jedoch fraglich, ob sich Aristoteles' letzte Ruhestätte wirklich dort befindet. Einen Beweis gibt es zum jetztigen Zeitpunkt nicht. Seltsam wirkt auch, dass Kostas Sismanides einen Aristoteles-Weltkongress abwartet und nicht schon früher mit der vermeintlichen Sensationsmeldung herausrückt. Andere Forscher haben sich bislang noch nicht zu der Behauptung geäußert.

rey/bh (dpa, AP)

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