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Musik

Andris Nelsons kündigt Vertrag mit den Bayreuther Festspielen

Dreieinhalb Wochen vor der Eröffnung der diesjährigen Bayreuther Festspiele hat der Dirigent Andris Nelsons seine Zusammenarbeit mit den Festspielen aufgekündigt. Über die Gründe wurde Stillschweigen vereinbart.

Laut einer Pressemitteilung der Bayreuther Festspiele bat der lettische Dirigent Andris Nelsons die Festspielleitung um die Auflösung seines Vertrags. "Mit Bedauern" stimmte die Festspiele seiner Bitte zu. Nelsons sollte die Neuinszenierung von Richard Wagners Oper "Parsifal" am Eröffnungstag, dem 25. Juli, dirigieren.

Der Dirigent äußerte seine Bitte nach Vertragsauflösung mit "dem allerhöchsten Respekt" vor dem Management und Team der Bayreuther Festspiele sowie vor dem Regisseur Uwe Eric Laufenberg und seinem Team, den Assistenzdirigenten, der gesamten Besetzung, dem Orchester und Chor.

"Leider haben die Umstände bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen Andris Nelsons nicht die Atmosphäre ermöglicht, die er für seine künstlerische Arbeit benötigt", hieß es in der Mittelung der Festspiele. Beide Parteien haben vereinbart, keine weiteren Kommentare oder Stellungsnahmen dazu abzugeben.

Kunst im öffentlichen Raum Wagner-Figuren von Ottmar Hörl. (Foto: picture-alliance/dpa/T. Hase)

Wagner-Figur vor der Kulisse des Festspielhauses in Bayreuth

Nelsons geplantes Dirigat in der bevorstehenden Saison wurde mit großen Erwartungen begrüßt. Der derzeitige Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra und zukünftiger Kapellmeister des Gewandhaus-Orchesters Leipzig feierte bereits Triumphe in Bayreuth bei der "Lohengrin"-Produktion von Regisseur Hans Neuenfels, die 2010 vorgestellt wurde.

Presseberichten zufolge, nach denen es in den letzten Tagen Spannungen zwischen Nelsons und dem Dirigenten und musikalischen Leiter der Bayreuther Festspiele Christian Thielemann gegeben haben sollte, konnten nicht bestätigt werden.

rf/as (bayreuther festspiele)

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