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Das Bandtagebuch - EINSHOCH6

Andreas Hiermeyer

Andi ist Bassist bei EINSHOCH6. Inspiriert durch einen neuen Musiklehrer, lernte er zunächst Schlagzeug, dann Bass. Während eines Konzerts hat er sich mit seinem eigenen Bass K.O. geschlagen.

Name:
Andreas Hiermeyer

Geburtsjahr und Geburtsort:
1969 in Hausham (Oberbayern)

Mit wie viel Jahren hast du angefangen, Musik zu machen?
Mit zwölf Jahren, weil wir endlich einen coolen Musiklehrer am Gymnasium bekommen haben. Der hat den verstaubten Flügel beiseite geschoben und Instrumente wie Schlagzeug, E-Gitarre, E-Bass reingestellt, und das war für uns alles Neuland. Eigentlich habe ich zuerst Schlagzeug gespielt, und Bass war immer nebenher so ein Steckenpferd. Irgendwann wurde es dominanter, und jetzt bin ich beim Bass gelandet.

Wer ist dein Vorbild?
Victor Wooten. Das ist ein Bassist aus Amerika, der ganz eigene Spieltechniken entwickelt hat. Mit drei Jahren hat er schon von seinem Bruder einen Bass gebaut bekommen, und seitdem spielt er Bass.

Was findest du an EINSHOCH6 am spannendsten?
Die Mischung aus Hip-Hop und Klassik. Das ist immer wieder spannend, weil man nie genau weiß, was am Ende dabei rauskommt, wenn sich zwei Genres nähern.

Wie waren für dich die Dreharbeiten zum Bandtagebuch?
Es war spaßig, es war langwierig, aber ich habe mich amüsiert, mein Sohn auch. Manchmal ist die Warterei schon ätzend, aber ich bin gespannt auf das Ergebnis.

Was tust du gegen Lampenfieber?
Ich habe keins.

Was ist bei dir schon mal auf der Bühne richtig schiefgegangen?
Ich habe mich mal selber auf der Bühne k. o. geschlagen. Das war mit einer anderen Band, und ich wollte richtig cool sein, und da habe ich meinen Bass so über die Schulter geworfen, und die Kopfplatte von meinem Bass hat mich an der Schläfe getroffen. Ich bin bei der ersten Nummer zusammengebrochen und k. o. auf der Bühne liegengeblieben. Ich hab danach weitergespielt, aber die ersten zehn Sekunden kamen mir vor wie eine halbe Stunde, und bis ich mich orientiert hatte, war die ganze Band völlig verwirrt. Ich hab auch sehr geblutet und fand das wahnsinnig geil, bis ich nachher ein Video gesehen habe und gemerkt habe, wie schlecht der ganze Gig war.

Was ist die größte Herausforderung für dich als Musiker?
Die größte Herausforderung für mich ist, mir immer wieder selbst in den Arsch zu treten, weiterzuüben und mehr dazuzulernen.

Was ist für dich Erfolg?
Sich keine Sorgen mehr machen müssen.

Was wärst du geworden, wenn du nicht Musiker geworden wärst?
Weiß ich nicht. Darüber habe ich nie nachgedacht.

Was würdest du gerne noch können?
Richtig gut fotografieren können.

Was magst du am liebsten an Niederbayern?
Ich finde es am besten, dass die Mieten dort sehr billig sind. Ich habe eine 70qm Wohnung unter dem Dach mit Stellplatz und Gartenanteil für 290 Euro warm. Ein Umzug nach München käme für mich nicht in Frage, auch wegen meines Sohnes. Das wäre dann weit weg.

Sprichst du Bairisch? Was ist dein bairisches Lieblingswort?
Ja, „zuzeln“ vielleicht. Das heißt „etwas aussaugen“. Aber eigentlich habe ich kein richtiges Lieblingswort.

Welche Fremdsprache sprichst du und womit hattest du beim Lernen die größte Schwierigkeit?
Ich spreche Englisch. Die größte Schwierigkeit beim Lernen war, als ich tatsächlich mal mit einem Engländer gesprochen habe und gemerkt habe, wie schlecht ich eigentlich Englisch spreche. Danach habe ich eine Zeit lang in Amerika gelebt. Da hat es sich dann verbessert.

Mit welcher Berühmtheit würdest du dich gerne mal unterhalten und warum?
Ich würde mich gerne mit Frank Zappa unterhalten, weil der ein begnadeter Komponist war. Und ich würde ihn gerne fragen, wie er auf das Zeug kam, das er geschrieben hat.

Hast du schon mal etwas gekauft und es danach bereut?
Ja, wenn die Augen größer sind als die Geldbörse, passiert das schon mal. Ich wollte mal unbedingt einen bestimmten Bass haben. Das war ein StingRay, der hat mir gut gefallen, weil er einen tollen Sound hatte. Nach zwei Monaten hat mich genau dieser eine Sound total genervt und ich habe bereut, über 2000 Euro für das Ding rausgehauen zu haben, und habe ihn sofort wieder verkauft.

Wovor hast du Angst?
Ich mache mir nur Sorgen, richtige Angst habe ich nicht. Ich sorge mich darum, dass ich im Alter versorgt bin, ich sorge mich darum, dass mein Kind versorgt ist. Ich hätte vielleicht Angst, dass mein Sohn irgendwann nichts mehr mit mir anfangen kann. Das würde mich schon ärgern.

Was machst du im Sommer am liebsten?
Ich werde diesen Sommer anfangen, Gleitschirm zu fliegen. Und das werde ich dann am liebsten machen. Das habe ich noch nie gemacht, aber mir schon seit Ewigkeiten vorgenommen, dass ich das irgendwann mal anpacke.

Was machst du am liebsten am Wochenende?
Nichts. Unterrichten und ausspannen, mit meinem Sohn etwas unternehmen, mit der Freundin etwas unternehmen, baden gehen, wenn es schön ist.