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Kultur

Andrang bei Trauerfeier für Pierre Brice

Die Trauerfeier für den wohl berühmtesten Filmindianer zog hunderte Gäste an, die dem Schauspieler die letzte Ehre erwiesen. Obwohl gebürtiger Franzose, wird Brice in München bestattet.

Ein von Brice selbst gemalter Sonnenaufgang schmückte die Gedenk-Karten, auf denen im typischen Brice-Stil stand: "Nein, ich verlasse Euch nicht. Meine Seele wird immer mit Euch sein." Hunderte Gäste kamen zur Trauerfeier in die Jesuitenkirche St. Michael in München, um Abschied zu nehmen. Viele von ihnen kamen in Weiß, wie vom Verstorbenen erwünscht. Die Beisetzung wird zeitnah im kleinen Kreis stattfinden, Brice wird im Familiengrab seiner Frau Hella bestattet.

Immer wieder Winnetou

11 Karl-May-Verfilmungen seit 1962 brachten ihm den Durchbruch in Deutschland ein – davor war Brice als Schauspieler in Spanien und Frankreich in zahlreichen Mantel- und Degen-Filmen tätig gewesen. Die Rolle als Winnetou empfand er trotz ihres großen Erfolgs schnell als zu einengend für seine Schauspielerkarriere. Daher versuchte Brice Ende der Sechziger sein Glück in diversen Theater- und TV- Serien-Produktionen in Deutschland, Österreich und Frankreich. 1976 fand er zunächst mit den Karl-May-Festspielen in Elspe und später mit der TV-Serie "Mein Freund Winnetou" wieder zum Lederwams zurück.

Schauspieler Pierre Brice als Winnetou

Brices Paraderolle: Winnetou, der Apachenhäuptling

Vor allem das deutsche Publikum erinnert sich an Brice als Personifikation des Winnetou. Nach seinem Erfolg als Filmindianer engagierter er sich unter anderem als UNICEF-Botschafter, sammelte 2005 Spenden für Opfer des Tsunamis in Südostasien und sprach sich gegen Landminen aus. Brice starb 86-jährig am 6. Juni 2015 im Beisein seiner Frau an einer Lungenentzündung. Er wird in Ost-München bestattet und findet damit in der Tat seine ewigen Jagdgründe in Deutschland, wie es schon seit Längerem sein Wunsch war.

ct/pj (dpa/epd/af)

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