1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Afrika

ANC offizieller Wahlsieger in Südafrika

Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) hat bei der Parlamentswahl in Südafrika klar gesiegt, die Zweidrittelmehrheit aber knapp verfehlt. Der Wahl von Jacob Zuma zum neuen Präsidenten steht nun nichts mehr im Weg.

ANC-Chef Zuma (links) nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse (Foto: AP)

Jubel nach der Wahl: ANC-Chef Jacob Zuma (links)

Nach dem amtlichen Endergebnis der Wahlkommission vom Samstag (25.04.2009) kommt die Regierungspartei ANC mit 65,9 Prozent der Stimmen auf 264 der 400 Mandate im Parlament. Zweitstärkste Kraft bleibt die größte Oppositionspartei Demokratische Allianz (DA) unter Führung der deutschstämmigen Bürgermeisterin von Kapstadt, Helen Zille. Sie kam auf 16,7 Prozent und konnte die Zahl ihrer Sitze von zuletzt 50 auf 67 steigern. Die neue Partei Volkskongress (COPE) von Ex-Präsident Thabo Mbeki, die sich vergangenes Jahr vom ANC abgespalten hatte, errang enttäuschende 7,4 Prozent und damit 30 Sitze. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei rund 77 Prozent.

Der ANC, der seine Popularität aus seinem jahrzehntelangen Kampf gegen die Apartheid bezieht, hatte bei allen Parlamentswahlen seit 1994 mehr als 60 Prozent der Stimmen erobern können. Bei den Wahlen 2004 waren es sogar knapp 70 Prozent. Diese Mal fehlen ihm jedoch zwei Sitze zur Zweidrittelmehrheit, mit der auch eine Verfassungsänderung möglich wäre.

Zuma: "Präsident aller Südafrikaner"

In einer ersten Reaktion versprach ANC-Chef Zuma, "Präsident aller" zu werden. "Wenn wir zusammenarbeiten, können wir eine Regierung für alle Südafrikaner bilden", sagte er in einer Fernsehansprache kurz nach Veröffentlichung des Endergebnisses. In einer schriftlichen Erklärung hatte der 67-Jährige zuvor dazu aufgerufen, an die Arbeit zu gehen und den Auftrag für einen rascheren Wechsel umzusetzen.

Das Volk habe für eine bessere Zukunft für alle gestimmt, für anständige Arbeit, eine gute Ausbildung, für einen Zugang aller zur Gesundheitsfürsorge, sicherere Gemeinden und die Entwicklung ländlicher Gebiete, hieß es in der Erklärung weiter. Der 67-Jährige wird aller Voraussicht nach Anfang Mai vom neuen Parlament zum Staatspräsidenten gewählt. (fw/sc/afp/dpa)