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Sprachbar

An die Arbeit

Bei Menschen und vielen Tieren bestimmt sie das Leben. Mancher ist in Arbeit oder arbeitslos. Arbeiterbewegungen haben mit Arbeitskämpfen Rechte für Arbeiter erstritten. Der eine oder andere malocht auch oder schafft.

"Ohne Arbeit wär' das Leben öde, also sing ich meine kleide Ode an die Arbeit". Damit hat die Band "Wir sind Helden" schon recht. Manchmal ist die Arbeit zwar verhasst, aber ohne sie kann man auch nicht leben. Wir alle arbeiten – irgendwie. Per Definition ist Arbeit eine Tätigkeit, die der Mensch ausübt, um ein Einkommen zu erzielen. Die Herkunft des Wortes liegt im Mittelhochdeutsch, als Arbeit noch so viel wie Mühe und Beschwernis ausdrückte.

Aber was Arbeit für den einzelnen bedeutet, ist sehr subjektiv.

Arbeit ist das halbe Leben

Ein Stapel Klassenarbeitshefte

Wie die Klassenarbeit wohl ausgefallen ist?

Schüler verstehen darunter eine Klassenarbeit, mit der ihre Leistung kontrolliert wird. Diese Arbeit wird jedoch nicht bezahlt – anders als das Säubern des elterlichen Autos vielleicht. Die Einstellung zur Arbeit ändert sich dann, wenn sie irgendwann Arbeitnehmer werden.

Dann bestimmt die Arbeit mehr als ein Drittel des Tages und mancher sehnt sich doch wieder in die Schulzeit zurück. Nehmen wir es aber ganz genau, dann bestimmt Arbeit sogar mehr als ein Drittel unseres Lebens. Denn neben der bezahlten Arbeit fällt auch noch eine Menge Arbeit anderer Art an, zum Beispiel Hausarbeit oder Gartenarbeit, denn diese Arbeit wird nicht entlohnt

Ohne Fleiß kein Preis

Ein Mann liegt auf seinen Armen und schläft. Vor ihm steht ein Wecker

Was du heute nicht kannst besorgen...

Die Arbeitsmoral eines Menschen, also die Einstellung, mit der er seine Arbeit verrichtet, hängt oft davon ab, ob ihm sein Job Spaß bereitet, ob das Arbeitsklima, der Umgang aller miteinander auf der Arbeit, gut ist – oder ob die Arbeit tatsächlich nur ein lästiges Mittel zum Verdienen des Lebensunterhalts ist.

Auch hier gibt es wieder Unterschiede: Hat jemand die Arbeit nicht erfunden, dann lässt er die Arbeit lieber liegen nach dem Motto "Was du heute nicht kannst besorgen, besorge übermorgen". Geht jemandem die Arbeit jedoch leicht von der Hand, ist er ein schneller und zuverlässiger Arbeiter.

Richtige Bezahlung

Ein Junge arbeitet auf dem Bau

Kinderarbeit für einen Hungerlohn

Arbeitet jemand für einen Hungerlohn, wird er irgendwann unzufrieden. Schon das Sprichwort Arbeit hat bittere Wurzel, aber süße Frucht macht deutlich, dass eine gut gefüllte Lohntüte gut für die Arbeitsmoral ist und über die Anstrengung hinwegtrösten kann.

Aber nicht nur die Arbeitsmoral des Arbeitnehmers ist ausschlaggebend, sondern auch die des Arbeitgebers. Er sollte den Arbeiter nicht bloß als "Humankapital" sehen, wie es in der Volkswirtschaftslehre so schön heißt, der über seine Arbeitskraft definiert wird, sondern als Rad im Getriebe, der einen wichtigen Teil des Ganzen darstellt.

"Arbeit muss sich wieder lohnen"

Symbolbild: Straßenschild mit Aufschrift Bundesagentur für Arbeit und einem Pfeil nach links

Nur Mut!

Kein Rad im Getriebe sind diejenigen, die weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber sind: die Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit vor allem junger Menschen, die Jugendarbeitslosigkeit, ist in sehr vielen Ländern weltweit ein großes Problem. In Deutschland werden Arbeitslose von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Sie hilft den Menschen dabei, neue Jobs zu finden oder sich weiterzubilden und bietet ihnen für eine gewisse Zeit finanzielle Unterstützung.

Leider jedoch gibt es auch einen geringen Anteil unter den Arbeitslosen, die man als Arbeitsmuffel bezeichnen kann. Diese arbeitsscheuen Menschen möchten gar keine neue Arbeit finden und frönen dem Sprichwort Lieber einen dicken Bauch vom Essen, als einen krummen Rücken vom Arbeiten. Oftmals liegt diese Antriebslosigkeit aber auch darin, dass sie im Falle einer Beschäftigung kaum mehr Geld verdienen würden als sie an staatlicher Unterstützung bekommen.

Viel Arbeit, wenig Brot!

Jemand ist hinter einem Aktenordner-Stapel versteckt

Wo fängt man nur an?

Ihre Gegenspieler sind die Workaholics: Menschen, die ohne Arbeit nicht leben können. Sie definieren sich über ihre Arbeit und werden unruhig, wenn sie keinen Stress empfinden. Sie stürzen sich in Arbeit oder stecken gerne bis über den Kopf in Arbeit und werden gefordert. Überfordern sie sich, kann das viele Arbeiten schnell in einem Burnout enden, einem Gefühl des Ausgebrannt-Seins.

Deshalb sollte die Freizeit, in der man Entspannung von der Arbeit sucht, nicht zu kurz kommen. Allerdings muss nicht unbedingt nach der Devise des Benediktinerordens "Ora et labora" – "Bete und arbeite" – gehandelt werden. Stattdessen sollte eher das Sprichwort aus dem 19. Jahrhundert gelten: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Denn nur wenn man arbeitet, weiß man das Vergnügen und die Freizeit auch zu schätzen.

Tag der Arbeit

Die Flagge der ehemaligen DDR

Das Symbol für den Arbeiter der Republik: der Hammer

Das Recht auf Arbeit und gute Arbeitsbedingungen mussten hart erkämpft werden. Die Arbeiterbewegung, die am 1. Mai 1856 in Australien begann, versuchte, mit einem Arbeitskampf ihre Forderungen durchzusetzen. In vielen Ländern der Erde wird jährlich mit einem Tag der Arbeit an die Arbeiterbewegungen erinnert.

In der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik gab es sogar den Held der Arbeit. Dies war eine staatliche Auszeichnung für besondere Verdienste beim Aufbau und Sieg des Sozialismus. Ob dieser dann immer gute Arbeit geleistet hatte, oder – umgangssprachlich gesehen – einen auf Arbeiterdenkmal gemacht hat, lassen wird dahingestellt.

Fleißiges Bienchen

Sollten Sie übrigens mal Schwaben oder das Ruhrgebiet besuchen, wundern Sie sich nicht: Denn dort wird geschafft beziehungsweise malocht. Anderswo wird auch gerne geschuftet oder geackert. Die Arbeitsbienen brauchen sich daran nicht zu orientieren. Die weiblichen Bienen sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Bienenstock. Denn Arbeit gibt es täglich ja genug!

Fragen zum Text


Unter Hungerlohn versteht man …

1. einen sehr niedrigen Lohn.

2. einen Lohn, den man bekommt, wenn man hungert.

3. Essensgeld.


Wenn man bis über den Kopf in Arbeit steckt, …

1. leistet man geistige Arbeit.

2. hat man sehr viel Arbeit zu erledigen.

3. kann man an nichts anderes mehr denken als an Arbeit.


"Was du heute nicht kannst besorgen, besorge übermorgen" bedeutet, dass …

1. man in zwei Tagen zur Arbeit erscheint.

2. man sich erst in zwei Tagen an die Arbeit begibt.

3. man in zwei Tagen etwas kauft.



Arbeitsauftrag

Auch in dem Wort Arbeitsauftrag steckt Arbeit drin. Also: Machen Sie sich an die Arbeit und stellen Sie sich gegenseitig Arbeitsaufträge zu dieser Sprachbar. Formulieren Sie zum Beispiel Lückentexte oder schreiben Sie einen Bericht, was Arbeit für Sie bedeutet.

Autorin: Katharina Boßerhoff

Redaktion: Beatrice Warken

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