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Asien

An der Peripherie der "Achse des Bösen"

Nach seinem Japan-Besuch ist US-Präsident Bush in Südkorea eingetroffen. Auf der zweiten Station seiner Asien-Reise bekräftigte er das entschlossene Vorgehen der USA gegen jegliche Bedrohung von außen.

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US-Präsident George W. Bush bei der Ankunft in Seoul

Japan sei ein "unverzichtbarer Partner" der USA in einem "pazifischen Jahrhundert", sagte Bush in einer Rede vor dem japanischen Parlament. Die Antwort Japans auf die terroristische Bedrohung nach dem 11. September habe "die Kraft unserer Allianz" unterstrichen, meinte der Präsident. Die Vereinigten Staaten wollten auch weiterhin die Philippinen, Australien und Thailand unterstützen, sagte Bush. Besonderes Augenmerk gelte Südkorea, das von Norden bedroht sei, und Taiwan.

Erneut sprach Bush dem japanischen Regierungschef Junichiro Koizumi Dank für seine Unterstützung der Anti-Terror-Koalition aus. In Anspielung auf die Teilung Koreas sagte der Präsident, Japan und die USA wollten eine Region, "in der entmilitarisierte Zonen und Raketenarsenale nicht länger Menschen mit einem gemeinsamen "kulturellen Erbe bedrohen".

"Furcht erregendster Ort der Welt"

In Südkorea, der zweiten Station seiner Asien-Reise, besuchte Bush am Mittwoch (20.02.) die entmilitarisierte Zone, die Südkorea von Nordkorea trennt. Sein Vorgänger Bill Clinton hatte diese einmal als "Furcht erregendsten Ort der Welt" bezeichnet.

Während seines Besuchs am neu errichteten Grenzbahnhof Dorasan appellierten Bush und sein südkoreanischer Amtskollege Kim Dae-Jung an Nordkorea, seine Grenzen zu öffnen. Kim erklärte, er hoffe sehr, dass die nordkoreanische Regierung den ernstgemeinten Vorschlag des Dialogs aufgreife. Bush, der zuvor an der Demarkationslinie einen Beobachtungsposten besucht hatte, sagte, es könne nicht sein, dass in Nordkorea Kinder verhungerten, während gleichzeitig eine riesige Armee ernährt werde.
Bush sagte weiter, er würde es nicht zulassen, dass "gefährliche Staaten" die USA mit gefährlichsten Waffen bedrohen. Der US-Präsident hatte in seiner Rede zur Lage der Nation Ende Januar Nordkorea in einem Atemzug mit dem Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" bezeichnet. Die USA haben 37.000 Soldaten in Südkorea stationiert. Eine Invasion Nordkoreas schloss der Präsident aus.

Gemischte Gefühle in Seoul

Mit seinem Urteil über Nordkorea hat der amerikanische Präsident in Südkorea Besorgnis ausgelöst, da der Eindruck entstanden war, dass dadurch die Politik der Annäherung zu Nordkorea untergraben werden könne. "Unser Volk will mehr als alles andere Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel", sagte Regierungssprecherin Park Sun Sook. Südkorea will beim Besuch des US-Präsidenten auf jeden Fall für einen weiteren Dialog mit dem kommunistischen Nordkorea eintreten. Präsident Kim Dae Jung werde diesen Wunsch der Bevölkerung im Gespräch mit Bush erläutern, sagte die Sprecherin.

Am Donnerstag (21.02.) wird der US-Präsident zum Abschluss seiner Asien-Reise in China erwartet. China gehört zu den Staaten, die den technologisch anspruchsvollen Plan der USA für ein Raketenabwehr-Schild kritisiert haben. Das umstrittene Programm soll Raketen aus Ländern die von den USA als "unberechenbar" eingestuft werden - darunter Nordkorea - abfangen können. (wga)

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