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Ostmitteleuropa

"An der Grenze der Menschlichkeit"

- Lebensverhältnisse in slowakischen Roma-Siedlungen mehr als unzulänglich

Bratislava, 26.10.2004, RADIO SLOWAKEI IS, deutsch

Wie viel Roma leben in der Slowakei? Laut der letzten Volkszählung nur 89 000, laut einigen Schätzungen sogar eine halbe Million. Laut den Ergebnissen der neuesten soziologischen Forschung, in der zum ersten Mal detaillierte Daten erfasst wurden, gehören 320 000 der Bewohner des Landes zur Roma-Minderheit.

Die soziologische Forschung der Roma-Siedlungen haben das Zentrum für die Analyse der Sozialpolitik, das Institut für öffentliche Fragen und das Bezirkszentrum für Roma-Fragen in Presov im Auftrag des Amtes der Regierungsbevollmächtigten für Roma-Fragen in der Zeitspanne vom August 2003 bis Juni 2004 durchgeführt. Die Forschung wurde in 1575 Siedlungen, die von der Majoritätsbevölkerung als Roma-Siedlungen bezeichnet werden, verwirklicht. In diesen Siedlungen leben 320 000 Roma.

Von den 1575 besuchten Dörfern wurden etwa 150 als "segregiert" bezeichnet. Es sind Roma-Siedlungen ohne Kanalisation, Wasserleitung ohne Gas- und Stromanschluss. In diesen Siedlungen leben etwa 30 000 Menschen, denen eine Soforthilfe geleistet werden muss. Laut Soziologin Iveta Radicova kann man eine Reihenfolge akuter Probleme festsetzen. Ganz oben würden 12 Siedlungen stehen, in denen es die elementaren Lebensbedingungen für Menschen überhaupt nicht gebe. Diesen 12 Siedlungen folgen weitere 44, deren Bewohner laut Radicova "an der Grenze der Menschlichkeit und der Zivilisationskriterien leben".

Zum Schluss eine kurze Statistik: 39 Prozent der Häuser, bzw. Hütten in den Roma-Siedlungen sind an Wasserleitung angeschlossen. 13 Prozent der Siedlungen haben eine Kanalisation. 15 Prozent der Häuser haben einen Gasanschluss und 89 Prozent einen Stromanschluss. (fp)

  • Datum 27.10.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/5mZK
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