Amoklauf mit Armbrust in spanischer Schule | Aktuell Europa | DW | 20.04.2015
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Aktuell Europa

Amoklauf mit Armbrust in spanischer Schule

In Barcelona hat ein Schüler einen Lehrer getötet und vier Menschen verletzt. Katalanischen Medienberichten zufolge, soll er mit einer Armbrust und einem Messer bewaffnet gewesen sein. Das Motiv bleibt im Dunkeln.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der mutmaßliche Täter von Beamten gefasst und der Jugendbehörde überstellt. Inzwischen soll er sich in einer Psychatrie befinden.

Der 13-jährige Schüler war nach Augenzeugenberichten zu spät zum Unterricht erschienen. Als eine Lehrerin ihm das Schultor öffnete, stach der Junge auf die Frau ein und verletzte sie im Gesicht. Erst hatte die Polizei erklärt, dass es sich bei der Tatwaffe um die Armbrust handelte, sie korrigierte sich aber später und sprach von einer "Stichwaffe". Der Schüler richtete die Waffe auch gegen eine 13-jährige Schülerin - die Tochter der verletzten Lehrerin - und traf sie am Bein.

Spanien Schüler bringt einen Lehrer um (Foto: rtr)

Ausnahmezustand an der Joan-Foster-Schule

Aufgrund der Schreie der Verletzten sei ein Lehrer herbeigeeilt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf Augenzeugen. Der Schüler habe dem Mann in die Brust gestochen. Der Lehrer sei wenig später seinen Verletzungen erlegen. Der Gymnasiast sei daraufhin in einen Klassenraum eingedrungen und habe dort einen Schüler und eine Lehrerin verletzt.

Zahlreiche Schüler schlossen sich aus Angst in ihren Klassenräumen ein, andere liefen in Panik auf den Schulhof. Mehrere Schüler mussten wegen Angstzuständen behandelt werden. Ein Junge berichtete, der Angreifer habe beim Eintreffen der Polizei seine Armbrust in einen Papierkorb geworfen und versucht zu flüchten.

Laut Polizei wurde der jugendliche Täter zunächst in der Schule "festgehalten". Weil er jünger als 14 Jahre ist, ist er noch nicht strafmündig. An der betroffenen Schule werden Kinder zwischen zwölf und 16 Jahre unterrichtet.

chr/fab (dpa, afp)