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Aktuell Asien

Amokläufer richtet Blutbad in Japan an

Ein junger Mann hat in einem Behindertenheim südwestlich von Tokio zahlreiche Menschen erstochen und etliche weitere Personen verletzt. Früher soll er dort selbst gearbeitet haben.

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Amokläufer richtet Blutbad in Japan an

Mindestens 19 Todesopfer und 20 Schwerverletzte: Das ist laut jüngsten Medienberichten die blutige Bilanz eines Amoklaufs in Japan.

Der Täter stellte sich kurz nach dem Verbrechen selbst. Auf einer Polizeistation sagte er: "Ich habe es getan." Er hatte eine Tasche dabei, voll mit teils blutverschmierten Messern und anderen scharfen Werkzeugen.

Als Motiv soll der 26-jährige Japaner Hass auf Behinderte angegeben haben. "Die Behinderten sollen alle verschwinden", zitierte die Zeitung "Asahi Shimbun" den Amokläufer unter Berufung auf einen Polizeisprecher.

Ein Ex-Mitarbeiter?

Der Mann erklärte, er habe früher selbst in dem Behindertenwohnheim in der Stadt Sagamihara in Tokios Nachbarprovinz Kanagawa gearbeitet. Offenbar hatte sich der Angreifer durch ein Fenster im Erdgeschoss Zugang zu dem Gebäude verschafft.

Polizisten vor dem Tatort (Foto: Reuters)

Polizisten riegeln den Tatort ab

Bei der Messerattacke handelt es sich um eine der schlimmsten Gewalttaten in der japanischen Nachkriegsgeschichte. Bewaffnete Gewalttaten sind in Japan generell selten, das Land hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten unter den Industriestaaten.

Allerdings gibt es immer wieder auch dort Taten von Amokläufern: 2008 steuerte ein Mann einen Lastwagen in eine Menschenmenge in Tokio und tötete sieben Menschen. 2001 wurden acht Kinder bei einer Messerattacke auf eine Grundschule getötet.

wa/cw (dpa, afp, rtr)

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