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Aktuell Amerika

Amokläufer legte Waffenarsenal an

Der Attentäter von Aurora im US-Bundesstaat Colorado hat sich in den Monaten vor der Tat ganz regulär ein Waffen- und Munitionsdepot aufgebaut.

Der mutmaßliche sogenannte "Batman"-Attentäter hat nach den Ermittlungen der US-Waffenkontrollbehörde ATF bei mindestens 16 Gelegenheiten legal Waffen und Munition gekauft. Insgesamt habe James Holmes zwischen Mai und Juli des vergangenen Jahres vier Schusswaffen und fast 6300 Patronen erworben, teilte ein AFT-Agent bei der gerichtlichen Anhörung zu dem Fall in Centennial im Bundesstaat Colorado mit.

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Waffenverkäufe in USA gestiegen (03.01.2013)

Zudem habe der 25-Jährige in seinem Appartement mit Napalm und Glyzerin mehrere Spreng-Fallen gelegt, berichteten Polizeibeamte. Nach seiner Festnahme hatte Holmes die Polizei vor diesen Fallen gewarnt. "Das ganze Appartement wäre entweder in die Luft gegangen oder es hätte in Flammen gestanden", sagte ein Ermittler.

Holmes wird vorgeworfen, in der Nacht zum 20. Juli in die Premierenvorstellung des neuen "Batman"-Films in ein Kino von Aurora gestürmt zu sein und wahllos um sich gefeuert zu haben. Bei dem Amoklauf wurden zwölf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Nach der Bluttat hatte in den USA eine Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts begonnen. Die Diskussion verlief aber im Sande

Erst das Massaker an einer Grundschule in der US-Kleinstadt Newtown, bei dem Mitte Dezember 20 Kinder getötet worden waren, katapultierte die Forderung nach strengeren Waffengesetzen wieder auf die politische Agenda. Derzeit prüft eine Arbeitsgruppe unter Führung von Vizepräsident Joe Biden Vorschläge für ein neues Waffenrecht.

Die Anhörung im Aurora-Fall soll bis Ende der Woche dauern. Danach soll darüber entschieden werden, ob es genug Beweise gibt, um gegen den Schützen einen Prozess zu eröffnen. Seine Verteidiger wollen, dass Holmes für unzurechnungsfähig erklärt wird.

wl/gmf (dpa, afp)

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