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Sport

Amerikaner siegt im Preis von Europa

Den ersten Höhepunkt beim größten Reitturnier der Welt gewinnt Kent Farrington. Der US-Springreiter sichert sich einen Tag vor dem Nationenpreis beim CHIO den Preis von Europa. Eine andere war aber noch glücklicher.

Meredith Michaels-Beerbaum strahlte wie bei einem Sieg. Der vierte Rang beim Preis von Europa war für die Springreiterin so wertvoll wie Platz eins, denn sie ritt beim CHIO in Aachen ein ganz neues Pferd. Wie sie das geschafft hat? "Das ist mein Geheimnis", rief sie und grinste, noch im Sattel von Fibonacci sitzend.

Bei der ersten wichtigen Prüfung des CHIO gewann der US-Amerikaner Kent Farrington. Der 34 Jahre alte Springreiter setzte sich im Sattel von Voyeur dank des schnellsten Rittes ohne Fehler in 47,82 Sekunden durch. Hinter Farrington kamen am zweiten Tag des größten Reitturniers der Welt die Portugiesin Luciana Diniz mit Lady Lindenhof (51,06) und der Ire Shane Breen mit Confident of Victory (51,11) auf die Plätze zwei und drei. Sechster wurde Christian Ahlmann mit Codex one (51,62). Insgesamt kamen drei einheimische Reiter unter die Top Ten.

Farrington feierte fröhlich seinen ersten Sieg, aber geradezu begeistert war Michaels-Beerbaum. Glücklich ritt sie über den Abreiteplatz und lobte ihren neunjährigen Fibonacci überschwänglich: "Das war unser erstes Stechen - toll!" Erst seit drei Monaten reitet die dreimalige Weltcup-Siegerin den Wallach.

Dreher nicht im Team für Nationenpreis

Katrin Eckermann reitet auf Firth of Lorne am 31.05.2014 im Hamburg beim Großen Preis von Hamburg (Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Katrin Eckermann startet beim Nationenpreis in Aachen

Eine Enttäuschung erlebte am zweiten CHIO-Tag Hans-Dieter Dreher, weil er auf einen Start in der deutschen Nationalmannschaft verzichten muss. Sein Pferd Embassy hat einen leichten Infekt und kann beim renommierten Natioenpreis am Donnerstag nicht geritten werden. Durch Drehers Pech kommt die 24-jährige Katrin Eckermann zu ihrem Debüt im Mannschafts-Wettbewerb. Kern des Quartetts sind der deutsche Meister Daniel Deußer, Ludger Beerbaum und Marcus Ehning.

"Wir haben sie bewusst aufgebaut", sagte Bundestrainer Otto Becker über Eckermann. Vor einer Woche ritt die junge Frau mit Firth of Lorne beim Nationenpreis in Falsterbo in Schweden zwei Runden ohne Abwurf. "Sie war sogar letzte Starterin und hat das bravourös gelöst", lobte der Coach.

Noch mehr im Blickpunkt stehen als Eckermann wird das CHIO-Comeback von Totilas. Nach drei Jahren Pause wird Matthias Rath das einstige Wunderpferd am dritten Turniertag im Sportpark Soers satteln und den Dressur-Nationenpreis bestreiten. Der Sieg sei dabei weniger wichtig, "sondern die Form der Pferde", sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu mit Blick auf die WM im August in der Normandie.

ck/asz (sid, dpa)

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