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Asien

Amena Hossaini, Afghanistan

An den Universitäten in Mazar-i-Sharif und Kabul unterstützt die DW Akademie die Journalistenausbildung und den Aufbau von Medienkompetenz. Die Dozentin Amena Hossaini ist Teilnehmerin dieses Projekts.

Amena Hossaini (Foto: DW Akademie/Lina Elter).

"Wir brauchen Journalisten, die aufklären und Dinge ins rechte Licht rücken" - Journalismus-Dozentin Amena Hossaini

Die 26-jährige Afghanin stammt aus Herat und absolvierte einen Bachelor in TV- und Radiojournalismus an der Universität Kabul. Sie arbeitete als Producerin und Regisseurin für lokale TV-Sender, bevor sie Medienwissenschaften und -geschichte an der Universität Balkh in Mazar-i-Sharif zu unterrichten begann. 2014 nahm Hossaini an Seminaren der DW Akademie zur Stärkung der Journalistenausbildung teil. In dem Projekt werden Dozentinnen und Dozenten journalistischer Fakultäten in Afghanistan auf die Vermittlung journalistischer Theorie und Praxis vorbereitet.

Was konnten Sie für Ihre Dozententätigkeit lernen?
Ich habe vermittelt bekommen, wie wichtig gute Planung und gutes Management für die Lehre allgemein sind. Dadurch habe ich vor allem gelernt, mich besser zu organisieren und den Unterricht fortlaufend zu evaluieren. Das hilft mir, Input und Output der Lehre zu überprüfen. Obwohl ich von diesen Methoden vorher gehört hatte, ist die Anwendung neu für mich.

Warum ist es wichtig, die Journalistenausbildung im Land zu stärken?

Teilnehmer des Dozenten-Seminars der DW Akademie in Mazar-i-Sharif (Foto: DW Akademie/Lina Elter).

Dozenten-Seminar der DW Akademie in Mazar-i-Sharif

Die Journalisten in Afghanistan benötigen dringend eine bessere Ausbildung und höhere Bildung. Dabei ist es besonders wichtig, dass neben der Praxislehre auch journalistische Ethik vermittelt wird. Es gibt viele unprofessionell arbeitende Journalisten, die mit ihrer Arbeit dem Berufsstand schaden.

Wie schätzen Sie die Rolle von Journalisten im anhaltenden Konflikt im Land ein?
Derzeit verschlechtert sich die Lage in Afghanistan immer weiter. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass Informationen genauer und akkurater verbreitet werden, die Berichterstattung detaillierter ist. Wir brauchen Journalisten, die die Menschen aufklären und Dinge ins rechte Licht rücken. Deshalb brauchen unsere angehenden Journalisten auch außerhalb des Lehrplans und außerhalb ihrer Redaktionsarbeit die Möglichkeit, sich weiterzubilden, zum Beispiel im Bereich Friedensjournalismus.

Was möchten Sie angehenden Journalisten vermitteln?
Ich denke, das Allerwichtigste für die Studierenden heute ist, dass sie sich auf dem freien Markt bewähren können. Mit anderen Worten, die Absolventen müssen neben dem theoretischen Wissen auch unbedingt praktische Erfahrungen sammeln. Das größte Problem der Studierdenden ist, dass ihnen die Berufserfahrung fehlt. Auf dem Papier sind sie wirklich sehr gut ausgebildet, aber praktisch zu arbeiten, dazu haben sie während ihres Studiums kaum Möglichkeiten.

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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