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Am Mann

Am Mann: Thomas Hitzlsperger

Gegen Liechtenstein wird er sein 26. Länderspiel machen. Jüngster Sohn einer bayerischen Großfamilie. Aufgewachsen auf einem Bauernhof. Er wollte Fußballer werden. In England nennt man ihn liebevoll: Hitz The Hammer.

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DW-TV:
Wir haben diskutiert, wie man den Ball am Besten treffen muss, damit das so einen Hammer gibt, der dann auch noch ins Tor geht. Kannst Du das mal zeigen, wo man den am Besten trifft, Vollspann oder eher seitlich, oder?

Thomas Hitzlsperger:
Ich denke am Besten schießen kann ich schon mit dem Vollspann aber das geht natürlich in die Wissenschaft. Ich mein: Leute können herausfinden bei welchem Punkt man den Ball am Besten treffen sollte, in welchem Winkel eigentlich und dann die Ausholbewegung. Das ist viel zu viel Wissenschaft, ich habe mich damit nicht so sehr auseinandergesetzt, sondern ich habe das immer wieder praktiziert und das ist dann natürlich ein Gefühl, das man dafür entwickelt.

Dein härtester Schuß wann war der, weißt Du das?

Das wurde im Training mal gemessen, da denke ich war ich bei 135 km/h ungefähr plus minus ein, zwei km/h und aus dem Spiel heraus, letztens als ich ein Tor erzielt habe, da waren es 125 km/h.

Gegen Leverkusen.

Gegen Leverkusen, genau!

Groß geworden ist Hitzlsperger bei den Bayern. Mit 18 Jahren gings auf die Insel zu Aston Villa. Hier verwirklichte er seinen Traum - "Fussballprofi" - und wurde Stammspieler in der Premiere League.
2005 dann die Rückkehr, nach Deutschland zum VfB Stuttgart. Er wollte endlich einen Titel - und das klappte auch.

DW-TV:
2007 seit ihr ja dann Meister geworden und Du warst daran wesentlich beteiligt weil Du zweimal den Ausgleichstreffer gemacht hast in den zwei letzten Saisonspielen und ich glaub, da war auch so ein Riesenbumms dabei, oder? Im letzten Spiel?!

Thomas Hitzlsperger:
Im letzten Spiel, ja.

Was ist das für ein Gefühl?

Das ist schwer zu beschreiben. Eigentlich ist es so, dass man davon träumt. Wenn man ins Bett geht und man träumt vom Fußball, dann sieht man sich selbst und viele - glaub ich - haben bei uns den Traum, ein entscheidendes Tor zu schießen in einem Finale meinetwegen, den entscheidenden Treffer zu machen. Und das kam dem schon ziemlich nah. Am letzten Spieltag, wir mussten gewinnen, lagen eins null hinten und plötzlich krieg ich den Ball und hau ihn ins Tor. Das war eigentlich einer der wenigen Momente in denen das eigentlich eingetroffen ist. Und da denkt man sich schon: Fußball kann so besonders sein. Weil in dem Moment, das sind wirklich nur ein paar Sekunden, den man dann auch jubeln darf, und dann will man vielleicht auch noch was Besonderes machen und dann wird es aber nichts besonderes sondern das Tor ist das Besondere.

Beim VfB bist Du absoluter Führungsspieler, bist Käpitän. Bist Du jetzt auch in der Nationalmannschaft für höhere Aufgaben bereit?

Höhere Aufgaben, ich hatte immer da den Anspruch an mich gut zu sein und mich stetig zu verbessern. Ich habe deshalb keine höheren Aufgaben, sondern meine Aufgabe ist es wenn ich dort bin das Beste zu geben und gut Fußball zu spielen. Das habe ich immer getan. Das werde ich auch weiter tun.

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