1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Am Mann

Am Mann: Milivoje Novakovic

In der zweiten Liga bildete Milivoje Novakovic mit Patrick Helmes das Traum-Sturmduo des 1.FC Köln. Heute ist er Kapitän der Mannschaft und kann sich ab Sommer auf seinen neuen Sturmpartner Lukas Podolski freuen.

default

Milivoje Novakovic ist Kapitän des 1.FC Köln.

Und hier ist er: Milivoje Novakovic.

Geboren vor 29 Jahren in Ljubljana.

Der Slowene stürmt für seine Nationalmannschaft und für den 1. FC Köln.

In diesem Jahr spielt er seine erste Saison in der 1. Bundesliga.

Was macht ihn eigentlich zum guten Stürmer, zur"Super-Nova"?

DW-TV

Sie haben in den vergangenen Jahren permanent gute Leitung gezeigt – trotzdem ist es so dass sie immer wieder Zweifler haben. Haben Sie das Gefühl, dass Sie zu wenig gewürdigt werden?

Milivoje Novakovic

Nein, überhaupt nicht. Ich spiele schon seit zwei Jahren auf meinem Niveau. Ich gebe mein Maximum und von daher muss ich mich nur bei der Mannschaft bedanken und bei einigen Leuten im Verein.

Was macht Sie zu einem guten Stürmer?

Ich glaube, Gott sei Dank, dass ich sehr lang von Verletzungen verschont war und dass hat mir Kraft gegeben. Und sicher, wenn du viel und gut arbeitest, dann bekommst du alles zurück im Leben.

Aber warum denn so zurückhaltend…

Der 1 Meter 92 Mann ist kopfballstark

und trifft mit Rechts wie mit Links.

Mit 12 Toren gehört er zu den Topstürmern der Liga.

Sie haben fünf Jahre unterklassig in Österreich gespielt, in Bulgarien gespielt und dann kommt eine Mannschaft aus der Bundesliga. Da ist doch wirklich ein Traum in Erfüllung gegangen?

Ja sicher ist es ein Traum in der Top Fünf Liga zu spielen und sicher, ich habe eine super Saison gehabt in Bulgarien, habe international gespielt, von daher sind auch Angebote gekommen. Ich habe mich für Köln entschieden. Ich glaube die Bundesliga ist für mich eine gute Herausforderung.

Kannten Sie den 1. FC Köln?

Ja sicher – in der Bundesliga habe ich alle Mannschaften gekannt.

Als Fußballer verfolgst du alle Ligen und natürlich habe ich gewusst, dass es ein großer Verein ist mit einem neuen Stadion und vielen Zuschauern.

Auch wenn die Zuschauer früher mehr zu feiern hatten.

Zum Beispiel die Meisterschaften 1964 und 78. Danach wurde

es ruhiger…

Trauriger Tiefpunkt der erste Vereinsabstieg 1998.

Seither ist der Club viermal wiederaufgestiegen.

Das letzte Mal mit Trainer Christoph Daum.

Mit ihm hält sich der Verein souverän im Mittelfeld der Liga.

Gibt es irgendwelche Besonderheiten an Christoph Daum die Sie hervorheben würden?

Nein, dass wissen mir, dass ist großer Trainer mit großen Erfolgen. Da muss man nicht viel reden.

Christoph Daum

"Ich sage Ihnen, es reicht oftmals aus wie ich einen anschaue. Mit meinen Blicken, mit meinen Gesten infizieren kann und dann entsprechende Ergebnisse kommen – ich glaube dann haben wir nur eine Sprache und das ist die Sprache des Erfolgs."

Bloß: zu Beginn ihrer Zusammenarbeit sprechen Trainer Daum und Stürmer Novakovic nicht die gleiche Sprache.

Und so sitzt "Nova" dann auch einige Male nur auf der Tribüne.

Ja, sicher, am Anfang war es ein bisschen schwer. Es ist nicht schön wenn ein Spieler auf der Tribüne sitzen muss. Sicherlich bekommst du einen Hass, aber das ist normal. Sicherlich wollte er mich wachrütteln und Gott sei Dank hat es geklappt. Ich stehe total hinter dem Trainer, er total hinter Mannschaft und hinter mir. Ohne Vertrauen geht es auch nicht. Das haben wir jetzt hier.

Heute sind Sie der Star in der Mannschaft. Sie haben sich auch in den vergangenen Jahren persönlich sehr gewandelt – macht Erfolg erwachsen?

Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, du musst immer auf dem Boden bleiben. Ich fühle mich nicht wie ein Star, aber ich weiß auch, dass ich für diese Mannschaft sehr wichtig bin.

Ich habe zwanzig Tore in der zweiten Liga geschossen, bin aufgestiegen, dann auch noch die Kapitänsbinde bekommt, was für mir sehr wichtig ist und du spürst die Leute stehen hinter dir. Als Ausländer musst du immer mehr geben wie andere und Gott sei Dank, wurde es auch belohnt.

Belohnung gab es auch schon in der letzten Saison,

in der zweiten Liga.

"Nova" und Patrick Helmes machten zusammen 37 Tore.

Keiner war besser als das Kölner Sturmduo.

Jetzt ist Helmes in Leverkusen –

Aber nächste Saison kehrt der verlorene Sohn in die Domstadt zurück: Lukas Podolski.

Sie waren gemeinsam mit Patrick Helmes ein Traum Sturm Duo in der zweiten Liga – glauben Sie, dass sich das mit Podolski wiederholt.

Ja, sicher wünsche ich es mir. Aber es wird schwer –

Wir wären ein schönes Trio – Mit Podolski muss man das einstudieren, aber sicher, wird er großes leisten. Und sicher werden wir uns verstehen.

Trotzdem würde ich ganz gern wissen, ob Sie nicht auch denken, dass die Verpflichtung enorme Risiken für den Verein birgt?

Warum?

Weil dadurch Gelder fehlen um andere Einkäufe zu tätigen.

Nein, dass glaube ich nicht. Wenn er hier her kommt, wird mehr und mehr Geld in den Verein fließen. Von anderen Sponsoren etwa. Er wird hier zur Ikone und von daher beginnt auch eine gute Zeit für den Verein.

Sie fühlen sich ja offensichtlich sehr wohl beim FC. Ich habe auch gelesen, dass Sie gesagt haben, Ich möchte gerne eine FC Legende werden.

Ja, in so einer Stadt Legende werden, dass ist schon schön. Ich glaube dass es hier schon einige Jahre keine Legende gab - Podolski und Toni Polster, aber das ist schon Vergangenheit. Sicher kann man darauf stolz sein, aber das entscheide nicht ich, dass entscheiden andere.

Wer ist denn für Sie persönlich ihre 1. FC Legende?

Ja für mich ist es Löhr.

Der für diesen Verein viele Tore geschossen und so viel geleistet.

Wissen Sie wie viele Tore Löhr geschossen hat?

Nein – aber schon viele…

Das waren bei 381 Einsätzen 166 Tore

Das kamen schaffen noch, oder?

Kann man auf jeden Fall schaffen –

Wie viele haben Sie denn?

Boa zusammen, 42, oder? Oder bisschen mehr?

42.

42, da habe ich Recht.

Audio und Video zum Thema