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Am Mann

Am Mann: Joshua Kennedy

Joshua Kennedy ist im Winter von Nürnberg zum KSC gewechselt. Seit 8 Jahren spielt er in Deutschland, leider hat er sich kurz nach unserem Interview verletzt.

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Joshua Kennedy, 25, im Winter von Nürnberg zum KSC gewechselt. Seit 8 Jahren in Deutschland. Ein lockerer Typ, wenn er nicht verletzt ist. Eigentlich spricht der australische Nationalspieler fließend deutsch. Wir haben ihn trotzdem auf Englisch interviewt. Damit er so locker bleibt, wie er ist...

DW-TV:
Ein australischer Fussballreporter sagt, Du siehst auf dem Spielfeld ein bisschen wie Jesus aus. Denkst du, da ist was dran?)

Joshua Kennedy:
Da ist nicht viel dran. Es liegt an meinem wilden Aussehen, die lange Haaren, der Bart, das ist alles. Mal im Ernst: Gibt es einen privaten Wettstreit zwischen Dir und Ioannis Amanatidis um die beste Frisur der Liga?

Nicht dass ich wüsste. Nein, meine langen Haare habe ich jetzt seit drei oder vier Jahren. Meine Mutter sagt, sie sind ein Symbol meiner Stärke. Besonders jetzt, nachdem ich ein paar Tore geschossen habe, ist es irgendwie schwierig, sie abzuschneiden.

Du kommst aus dem australischen Wodonga. Erzähl’ uns, wie es da ist.

Es ist eine kleine Stadt auf dem Land. Da wohnen ungefähr 30.000 – 40.000 Leute. Sie liegt an der Grenze zwischen New South Wales und Victoria. Eine kleine Stadt, da passiert nicht viel.

Wodonga – eine Kleinstadt im australischen Nirgendwo. Schon der tägliche Zug ist eine Sensation. Und hier ist Fußball ein Sport für Weicheier…

Kein Vergleich zu Aussie Rules, Australischem Fußball. Hier gilt: je härter, desto besser

Warum hast Du dich für Soccer entschieden? (Ich weiß nicht. Mein Bruder hat Australischen Fußball gespielt – und ich ebenfalls. Aber mit fünf Jahren fing ich an, Soccer zu spielen und blieb dabei. Ich spielte Basketball, Tennis und Cricket und alle andere Sportarten, die es in Australien gibt aber jedes Wochenende stand ich irgendwie auf dem Fussballplatz.

Vor 8 Jahren bist Du nach Deutschland in die Bundesliga gekommen – warum? Ehrlich gesagt, wusste ich wenig über Deutschland. Ich kannte die großen Clubs –Bayern, Hamburg, Berlin. In Melbourne habe ich einen Manager kennengelernt, der sich um mich kümmerte. Irgendwann sagte er mir: wir haben ein Probetraining in Wolfsburg. Bevor ich wusste, wie mir geschah, saß ich im Flieger. Ein paar Tage später unterschrieb ich den Vertrag.

Du bist im Januar nach Karlsruhe gekommen. Erklär’ uns bitte, wie so ein Clubwechsel funktioniert. Der Manager oder Trainer von Karlsruhe - ich bin mir nicht sicher - hat mich in der Winterpause kontaktiert. Wir haben am Telefon gequatscht und uns dann getroffen. Sie haben mir klargemacht dass sie mich so schnell wie möglich haben wollen. Wenn ein Trainer und eine Mannschaft mir sagt, wir brauchen Dich, ist das schon ziemlich wichtig.

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