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Am Mann

Am Mann: Jaroslav Drobny

Und wenn der Torhüter spielt, freut sich Hertha BSC. 1 Meter 92 groß, 29 Jahre alt, geboren in Pocatky - einem kleinen Dorf in Tschechien. Mittlerweile gehört er zum Kader der tschechischen Nationalmannschaft.

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DW-TV:
Gegen Leverkusen hast du super gehalten, tolle Paraden gezeigt. So, dass manche Leute dich mit Jesus verglichen haben. Wie wichtig ist deine Rolle in der Mannschaft?

Jaroslav Drobny:
Wenn du 1-0 zurückliegst und hältst einen 100-prozentigen, spürst du, dass die Mannschaft ihre Chance wittert, selbst ein Tor zu machen. Gegen Leverkusen haben wir das gesehen. Man muss den Kasten sauber halten. Was vorne passiert hat man nicht in der Hand. Aber man kann der Mannschaft viel helfen.

Lucien Favre, Hertha BSC Trainer:
"Er hat Ausstrahlung. Er hat Präsenz. Diese Saison hat er es hervorragend gemacht."

Aber wenn er mal nicht spielen kann, wird es schwer für Hertha.
Wie letztes Wochenende.
Erstes Bundesligaspiel für Ersatzkeeper Gäng – gleich fünf Gegentore.

Wie ist es, das von der Tribüne aus zu sehen?

Es ist nicht leicht, sich das anzuschauen. So ist Fußball – das kann passieren. Man muss aber sichergehen, dass sich das nicht wiederholt.

Lass uns über Berlin sprechen. Warum bist du nach Deutschland gekommen?

Wegen Herthas Ambitionen. Es ist ein großer Verein. Ich bin hierher gekommen und habe mit Herrn Hoeness gesprochen. Er hat mir erklärt, was er hier für die Zukunft plant. Und das hat mir gefallen.

Du hattest auch ein Angebot von Celtic Glasgow. Warum hast du dich trotzdem für Berlin entschieden? Hat es etwas mit der Bundesliga zu tun?

Ich habe mich für Berlin entschieden, weil jedes Bundesligaspiel hier schwierig ist. Von Schottland kann man das nicht sagen. Es gibt nur zwei oder drei gute Vereine. Jedes Jahr spielen sie auch Champions League, aber es hat nicht die Qualität der deutschen Bundesliga.

Du bist in Tschechien geboren. Wie war es, dort in einem kleinen Dorf aufzuwachsen?

Ja, das war sehr leicht. Wir hatten nur einen Ball, ein einziges Paar Schuhe und einen Eishockeyschläger. Es gab zwei Möglichkeiten: ein Fußballspieler oder ein Eishockeyspieler werden. Es war schön im Dorf, weil wir immer Fußball gespielt haben. Im Winter spielten wir in die Halle und tagsüber waren wir auf dem Eis.

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