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Am Mann

Am Mann: Hans Meyer

Hans Meyer, der Mann, der es für Mönchengladbach richten soll. Mit 66 Jahren der älteste und erfahrenste Trainer der Bundesliga – hält für kick off! heute seinen Kopf hin.

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Viel erlebt hat er in seinem langen Fußballleben. Als Spieler zweimal Meister mit Jena. Danach einer der erfolgreichsten Trainer der DDR, dreimaliger Pokalsieger und Europacup-Finalist, Trainer in Holland - 1999 Wechsel nach Gladbach, dann gefeiert in Berlin und Nürnberg. Seit dieser Saison wieder zurück in Gladbach…

DW-TV:
Sie werden häufig als kommunikationsfreudiger, aber auch unbeugsamer Gesprächspartner beschrieben. Was genau bedeutet das jetzt für mich?

Hans Meyer:
Also erstmal mit "kommunikationsfreudig", da kann ich was anfangen, aber mit.....was war das andere?

Unbeugsamer.

Unbeugsam?

Ich wollte nur wissen was mich jetzt erwartet!?

Es wird Sie hier das erwarten, was jeder Journalist beim Hans Meyer erwarten kann, wenn er über das spricht, wovon Hans Meyer was versteht, werde ich beugsam sein.

Das ist schön! Dann machen wir das! Reden wir mal über Gladbach.

Gladbach – Die Aufstiegseuphorie ist verflogen. In der Hinrunde Absturz auf den letzten Platz, Trainer Jos Luhukay musste gehen und Hans Meyer kam.
In der Winterpause sortierte Meyer aus und kaufte neue ein – vor allem um die schlechteste Abwehr der Liga zu stärken – und schon läuft es ein bisschen besser.
Letzter Spieltag: Gladbach schlägt Hannover und... die Hoffnung lebt wieder.

Hans Meyer:
Ich denke dass wir hier ne ganze Menge williger Spieler haben, auch sehr gute Zweitligaspieler und ein paar richtig gute Erstligaspieler, aber dass wir als Mannschaft und von der Substanz es eigentlich noch nie uns erproben konnten, ob wir in der ersten Liga bestehen können. Und wenn du dann natürlich am Anfang dort etwas vielleicht nicht hundertprozentig einschätzt und dann in diese Negativserie reinkommst und dann kommt das dazu, was man immer wieder so ganz lapidar sagt, es fehlt das Selbstvertrauen, das ist so, wenn du dort spielst wo wir spielen, dann wird es aber richtigkompliziert. Also ich sag mal so, die Situation, in der wir uns befinden, das ist eine ganz, ganz brisante.

D enn Niederlagen nagen am Selbstbewußtsein und genau das brauchen vor allem die vielen jungen Spieler im Kampf gegen den Abstieg dringend.

Hans Meyer:
Das ist total untergegangen dadurch, dass wir so schlecht stehen, dass wir zwei ganz Junge aus dem eigenen Nachwuchs nachgeholt haben und dass beim mir der Levels seine richtige Chance bekommen hat, dass bei mir der van den Bergh wieder gespielt hat, dass ein Baumjohann, der vorher ganz, ganz selten gespielt hat, regelmäßig spielt, dass der Marko Marin als 19jähriger 19 Spiele in der ersten Mannschaft macht.

Marko Marin: 19 Spiele, wichtige Tore - aber Hans Meyer wechselte ihn dennoch häufig ein- und aus. Die Boulevard-Presse nahm es ihm übel und sprach von einer Krise zwischen Trainer und Gladbachs einzigem Nationalspieler.

Hans Meyer:
Der war doch nicht sauer. Nichts stimmt doch weniger als das! Der Junge weiß viel, viel mehr, dass wenn es mit ihm jemand gut meint, ganz sicher nicht der vom Boulevard ist, dass der Trainer Hans Meyer ein größeres Interesse daran hat, dass er sich entwickelt.

"Besser ich stelle mir das Ultimatum, als dass irgendwelche Klugscheisser mir eins stellen!"

"Ein jeder Wunsch, ist er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge."

"Was ist denn wenn jetzt verloren wird? Meyer wird nicht heulen! Aber es brennt jetzt schon."

"Diese herrlichen Leute von der schreibenden Zunft – die sollen weiter so eine Scheiße schreiben!"

"Wir werden die Wissenschaft bemühen, wir werden Tests machen, und dann werde ich Euch sagen, ob es der Kopf oder die Beine sind."

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