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Am Mann

Am Mann: Gerhard Tremmel

Gerhard Tremmel, 29 Jahre, die Nummer 1 von Energie Cottbus. Sein Handwerk lernte er in der Jugend des FC Bayern. Diese Saison hat er den Stammplatz im Tor erobert und jetzt mit Cottbus die Klasse gehalten.

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DW-TV:

Habt ihr noch ordentlich gefeiert?

Gerhard Tremmel:

Ich weiß nicht wie es mit anderen Spielern war. Ich hab mich dann nach dem Spiel bei der Feier, ausgiebig betrunken, ja, kann man schon sagen, und das war´s dann aber auch…

Wie lange ging’s?

Das weiß ich gar nicht mehr, fragen sie mich nicht mehr so viel zu dem Abend, das ist ein bisschen schwierig.

… aber wieso denn so schüchtern?

Wenn das kein Grund zum Feiern war….

2:0 gegen Hamburg gewonnen, zuhause.

Und allen Besserwissern gezeigt, das Cottbus doch nicht Abstiegskandidat Nummer 1 ist…

Glückwunsch!

Ja, Klasse natürlich. Es hat ja keiner mehr damit gerechnet nach der Vorrunde, dass wir irgendwie den Klassenerhalt noch schaffen. Aber wir haben hart an uns gearbeitet, wir haben immer an uns geglaubt, und ich denke letztendlich verdient dann auch den Klassenerhalt geschafft.

Wie wichtig ist denn der Trainer für Euch?

Ja, mit der Vater des Erfolges kann man sagen. Also, er hat uns einfach mit auf den Weg gebracht, das muss man ganz deutlich so sagen. Und er hat´s nicht schleifen lassen, hat immer Gas gegeben, egal ob gewonnen oder verloren.

… Bojan Prasnikar. Über nahm Energie Cottbus am 8ten Spieltag als Tabellenletzten (mit 3 Punkten).

Drei Wochen später wird Tremmel die Nummer 1.

Das ein Torwart über ein ganzes Jahr lang, so gut wie kein Fehler macht, gibt’s eigentlich nirgends und deswegen ist es wichtig, dass der Trainer einem auch vertraut. Ja, und das Gefühl habe ich im Moment bei unserem Trainer und da bin ich froh drüber und ich hoffe es geht so weiter.

Und das sieht gut aus…

In Cottbus ist er jetzt zum Held geworden, im Abstiegskampf.

Letzte Saison dagegen: nur ein einziges Spiel.

Und davor: lange nur Bankdrücker bei Hertha und auch in Hannover…

Was ist das schwierigste als Nummer Zwei?

Na ja also, ich hab mich ja nie als Nummer Zwei gesehen aber, es ist halt immer ein bisschen schwierig, weil man eben nicht die Chance hat mal eben in der 45. Minute eingewechselt zu werden. Ich denke das schwierige ist, das das man also die Motivation ist sehr, sehr schwierig, weil man eigentlich grundsätzlich weiß, das man keine Chance hat ins Tor zu kommen, es sei denn, der andere Torwart verletzt sich. Man muss sich eben Dinge suchen, wo man sich dran aufbauen kann, oder motivieren kann. Und nach einer gewissen Zeit wird das natürlich immer schwieriger, aber ich denke ich habe das ganz gut hinbekommen.

Hast du ein Highlight in der Saison wo du sagst, das war für dich oder auch den Verein ein richtiger Knackpunkt?

Ja, das war bestimmt auch das Spiel gegen Bayern hier, keine Frage. Das war zu einem perfekten Zeitpunkt, wir waren sehr, sehr schlecht in dieser Phase und dann kommt der Deutsche Meister, gespickt mit Superstars und wir schlagen Ihn hier beeindruckend zwei null zu Hause. Ich denke, auch die Art und Weise wie wir gegen die Bayern gespielt haben war sehr beeindruckend. Und das war natürlich schon ein Highlight. Und von da ab ging es nur bergauf…

Ich denke wenn ein Spieler von Duisburg einen Elfmeter schießt und man hält den dann, hat das genauso viel Gewicht wie von Ribery. Und es wird natürlich immer verbunden mit Bayern Superstars und der Superstar, ich finde es toll natürlich, klar keine Frage, also ich habe da nur positive Resonanz danach gehabt nach dem Spiel, natürlich freut es mich, aber im Grunde freut mich jeder gehaltene Elfer.

Hättest du noch mal Lust bei den Bayern zu spielen, du warst ja schon mal da, du kommst da ja aus der Ecke?

Ja, das ist, man kann da schlecht nein sagen, also das ist für mich natürlich auch irgendwo ein Traum bei dem Club mal wieder zu spielen, aber man muss da ganz realistisch bleiben, also das ist im Moment nicht das Thema.

Obwohl der große Kollege jetzt ja aufhört?

Also er hat natürlich die Torwartlandschaft irgendwo geprägt. Also viele sagen dann, man wird immer verglichen mit Oliver Kahn, von daher kann man sich natürlich viele Dinge von Ihm abschauen, wie man sich über neunzig Minuten lang mental so hoch konzentriert halten kann, dass man dann eben in der neunzigsten Minute diesen einen Ball dann auch hält. Das ist eigentlich das interessanteste wo ich mir vielleicht noch das ein oder andere rausziehen kann.

Wunderbar, mein Gott ich hab ja erzählt und erzählt…

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