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Am Mann

Am Mann: Edmund Becker

Die Frohnatur Edmund Becker - der Karlsruher Trainer – den alle nur Ede nenne, er ist was ganz besonderes. Der 52-jährige hat mehr als sein halbes Leben beim KSC verbracht. Soviel Treue findet man selten.

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DW-TV:
Sie sind seit 31 Jahren beim KSC, erst als Spieler, dann als Trainer, ich frag jetzt mal ein bisschen flapsig gab es nie ein anderes Angebot, oder hat es ihnen hier so gut gefallen?

Edmund Becker:
Ich hab mich als Spieler am Anfang sehr schwer getan, ich kam von einem kleinen Verein und mir hat da eben auch das Selbstvertrauen zu dem Zeitpunkt auch gefehlt. Und dann kam irgendwann der große Max Merkel nach Karlsruhe und ich weiß nicht warum, hat er zu mir gesagt, oder nicht zu mir sondern es war sogar eine ganz große Überschrift im Kicker, so wie den Ede Becker könnte ich noch zehn gebrauchen. Und so war dieses Vertrauen in mich, ich weiß nicht woran das jetzt lag auf jeden Fall war das so ein richtiger Schub für mich.

Ich hab mich dann schon etwas weiter entwickelt auch was so das Auftreten betraf, so das kämpferische, so diese Power war schon was wo mich ausgezeichnet hat. Nur kam dann eine schwere Verletzung dazwischen und dann war mehr oder weniger die Fußball-Karriere al ssie richtig begonnen hatte, sehr schnell beendet. Und dann muss ich auch sagen habe ich schon als Spieler schon über den Tellerrand hinausgeschaut und hab bei meinem letzten Vertrag al sSpieler einen Passus mit einbauen lassen, dass ich im Trainerstab des KSC, auch Datum und so weiter war fixiert, dann übernommen werde.

Und Winnie Schäfer hat dann das OK gegeben: Ehemaliger Spieler, soll ganz OK sein, soll ganz in Ordnung sein. Und so begann dann meine Trainerkarriere auf der größeren Bühne, und das war muss ich sagen auch eine ganz tolle Zeit, mit Häßler, mit Wolfgang Rolff, mit Manni Bender und Thorsten Fink und Tarnat, und Kahn und Sternkopf und Scholl.

Große Namen, Große Spiele: 7:0 gegen Valencia im UEFA-Cup. 1994 kam man bis ins Halbfinale, unter Winnie Schäfer und seinem Co-Trainer Ede Becker.

Als ihnen der Chefposten angetragen wurde vom KSC, in der Winterpause 2004/2005, da sollen sie ja regelrecht dazu überredet worden sein, hatten sie keine Lus auf den Job, oder was war da los?

Ich hab an für sich schon immer Lust auf den Trainerjob gehabt, und hab ja auch hier mit der Amateurmannschaft sehr lange Zeit gearbeitet. Aber ich hab auch bei Winnie Schäfer und bei Lorenz-Günter Köstner gesehen, wie extrem dieser Job von der nervlichen Belastung sein kann, wenn die Ergebnisse nicht mehr stimmen. Was ich jetzt auch selber am eigenen Leib mitbekomme – ja, dass man eben 18, 20 Stunden, oder die ganze Woche eben permanent fixiert ist auf dieses Thema. Wobei ich da auch sagen muss, dass es da ganz wesentlich härtere Jobs gibt, wie den des Fußballtrainers. und wir werden ja auch ganz ordentlich bezahlt, und deshalb sollten wir uns auch nicht drüber beklagen.

Die zweite Geschichte, das ich die Öffentlichkeit oder die Karriere ja nicht unbedingt angestrebt habe, weil ich auch eine gewisse Zufriedenheit habe in anderen Bereichen meines Lebens und nicht das Fernsehen brauch, und die Öffentlichkeit brauch, mich permanent sehen muss, auf Bildern oder in bewegten Bildern, dass ich sagen kann, Mensch Ede Becker, was für ein toller Hecht bist denn du, sondern, dass es für mich auch andere Dinge in meinem Leben gibt, die für mich sehr, sehr wichtig sind.

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