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Am Mann

Am Mann: Arne Friedrich

Arne Friedrich, Herthas Nationalspieler, Innenverteidiger, fester Bestandteil der „Berliner Mauer“. Schon 7 Jahre im Verein und er hat gerade seinen Vertrag verlängert. So gut wie zur Zeit lief es auch noch nie.

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DW-TV:
Ihr steht jetzt weiter oben in dieser Saison als alle am Anfang dachten. Was ist eigentlich anders als letzte Saison?

Arne Friedrich:
Ja, wir haben natürlich jetzt schon längere Zeit mit unserem Trainer zusammen gearbeitet. Das heißt, beide Seiten haben sich aufeinander eingestellt. Wir haben das System von unserem Trainer mittlerweile verinnerlicht, wir spielen sehr diszipliniert auf dem Platz. Desweiteren ein hervorragender Teamgeist, eine super Moral in der Mannschaft, was auch immer wieder sehr, sehr wichtig ist für ein Team und dann natürlich noch dazu, dass wir körperlich sehr gut drauf sind, wir haben oft Spiele noch zum Schluss gedreht und ich hoffe das bleibt so.

Keiner traut Euch die Meisterschaft wirklich zu und das gefällt Euch wahrscheinlich, oder!?

Ich kann mir schon vorstellen, dass die Bayern uns ein bisschen unterschätzt haben vor dem Spiel. Es wurde alles ein bisschen locker geredet. Ist natürlich eine absolute Genugtuung gegen Bayern gewonnen zu haben und umso schöner ist es natürlich vor eigenem Publikum, vor ausverkauftem Haus, auch verdient gewonnen zu haben.

Bayern geschlagen, Platz 1 – doch von der Meisterschaft wollen sie nicht reden!

Ist das nicht so ein bisschen Understatement, das ihr da betreibt?

Nein, aber Hoffenheim und Bayern sind für mich schon noch eine andere Kategorie. Klar, wir haben im Moment sehr viele Punkte und es wird einfach sehr, sehr eng oben, aber ich glaube nicht, dass wir im Endeffekt Meister werden. Das sage ich nicht, weil ich es nicht werden möchte, sondern einfach nur um einen realistischen Tipp abzugeben. Also wenn wir im Endeffekt unter den ersten Fünf sind, dann sind wir sehr zufrieden, wenn es mehr ist, dann werden wir es gerne annehmen.

So weit oben steht die Hertha vor allem, weil sie so heimstark ist. Zuhause gab es erst eine Niederlage.
Und: jetzt schlagen sie auch die Großen der Liga: Leverkusen, Hamburg, Hoffenheim, und eben die Bayern.
Sicher ist auch die Verteidigung, mit Friedrich und Simunic.
Und fast alles, was durchkommt hält Katze Drobny im Tor.
Verantwortlich für das alles: Trainer Lucien Favre.

Du hast in einem Interview neulich gesagt, dass Lucien Favre die Hertha- Mannschaft wie ein Puzzle zusammenfügt, in dem jedes Puzzle-Teil zum anderen passt.

Gut, er versucht die richtige Mischung zu finden, auf dem Platz und auch charakterlich natürlich. Ich denke es ist wichtig dass man verschiedene Spieler auf dem Platz hat, die auch verschiedene Eigenschaften haben, zum Beispiel, dass es Spieler gibt, die eben in die Tiefe laufen aus dem Mittelfeld, andere die hinten absichern. Also es ist immer wichtig, dass das Gesamtgebilde zusammenpasst und da achtet er schon drauf, auch in der Zusammenstellung des Kaders.

Lucien Favre, Trainer Hertha BSC Berlin:
"Zum Beispiel wenn Du einen Kuchen machst, brauchst Du Salz, Zucker, ich weiß nicht, verschiedene Sachen. Wenn Du einen Fehler machst , ist dein Kuchen nicht gut. Es ist gleich für eine Mannschaft. Wenn Du einen oder zwei Spieler hast, die falsch spielen, macht es manchmal deine Mannschaft kaputt."

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