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Deutschland-Alumni

Alumni in Zahlen

400 bis 500 Stipendien vergibt die Humboldt-Stiftung im Jahr. Der DAAD hat 2012 allein über 45.000 Studierende aus dem Ausland gefördert. Beide Institutionen sind starke Säulen auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik.

Die meisten Humboldt-Stipendiaten kommen aus den USA

Die Humboldt-Stiftung fördert die wissenschaftliche Elite und die Spitzenforschung. Da Spitzenforschung überwiegend in den Industrienationen betrieben wird, verzeichnet die Stiftung die meisten Interessenten aus Ländern wie den USA oder China. In fast allen Förderprogrammen der Humboldt-Stiftung ist eine Promotion Voraussetzung für die Bewerbung. Viele Länder in Afrika und im arabischen Raum haben keine Promotionskultur. Auch werden in arabischen Ländern wenige Frauen akademisch gefördert, so dass entsprechende Bewerbungen aus diesen Teilen der Welt sehr gering sind.

Seit zwölf Jahren gibt es deshalb bereits das Georg-Forster-Stipendium für Personen aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die in ihren Forschungsplan Komponenten einbringen, die für die Heimatänder wichtig sind, wie etwa den Aufbau des Gesundheitssystems, der Infrastruktur oder eines Rechtssystems. In Ländern wie Kenia, Kolumbien, Äthiopien, Türkei und Südkorea will die Humboldt-Stiftung darüber hinaus initiativ werden und Marketing mit Hilfe ehemaliger Stipendiaten betreiben.

Deutschland, Land der Naturwissenschaften

Weltweit haben die Naturwissenschaften in Deutschland einen guten Ruf. Das spiegelt sich auch bei den Fachgebieten der Humboldt-Stipendiaten wieder. In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist Englisch die vorherrschende Forschungssprache. Während in den Naturwissenschaften auch in Deutschland Englisch als Arbeitssprache etabliert ist, wird in den Geistes- und Sozialwissenschaften eher auf Deutsch kommuniziert. Aus diesem Grund - so vermutet man bei der Humboldt-Stiftung - kommen weniger Bewerber für diese Fachbereiche extra nach Deutschland.

Ingenieure wiederum sind weltweit begehrt, nicht nur in Deutschland. Sie finden überall optimale Arbeits- und Forschungsbedingungen. Ein Aufenthalt als Stipendiat in Deutschland lohnt sich für die Karriere nicht unbedingt. Deshalb, so meint der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, seien die Ingenieurswissenschaften bei der Vergabe der Stipendien unterrepräsentiert.

Starker Zulauf beim DAAD aus dem Osten

Rund 15 Millionen Menschen lernen weltweit Deutsch als Fremdsprache. Die meisten von ihnen kommen aus Polen, Russland und Frankreich. Das spiegelt sich auch in der Zahl der DAAD-Stipendiaten aus diesen Ländern wieder. Viele Stipendiaten kommen auch aus solchen Gebieten, in denen der DAAD besonders aktiv ist und Kooperationspartner hat. So gibt es in Lateinamerika durch den wirtschaftlichen Aufschwung auch einen gesellschaftlichen Wandel. In Brasilien koordiniert der DAAD seit 2011 das Regierungsstipendienprogramm „Wissenschaft ohne Grenzen“. In diesem Rahmen sollen 100.000 Hochschulmitglieder bis 2014 ins Ausland gehen.

Projektförderung neben Individualförderung

Während der Deutsche Akademische Austauschdienst früher hauptsächlich Einzelpersonen gefördert hat, investiert man heute zunehmend in bilaterale Hochschulprojekte. So gibt es seit den Aufständen in einigen arabischen Ländern verstärkt deutsch-arabische Hochschulkooperationen, um den Demokratisierungsprozess in diesen Ländern zu stärken. Solche Hochschulpartnerschaften gibt es trotz des Bürgerkriegs zum Beispiel auch mit Syrien. Im Bereich der Betriebswirtschaft arbeitet die Universität Halle-Wittenberg mit der International University Damaskus zusammen, und über das Programm Partnerschaften für den Gesundheitssektor (Pagel) fördert der DAAD die Partnerschaft der Universität Erlangen-Nürnberg mit der Universität in Aleppo. Auf diese Weise konnten 2012 auch 1150 Syrer in Deutschland studieren, was sich in der Statistik niederschlägt.

Hochschulpartnerschaften oder deutsche Hochschuldependancen im Ausland mit einer längeren Tradition - wie etwa in China (Chinesisch-Deutsches Hochschulkolleg in Shanghai) und in Ägypten (German University Kairo) - tragen ebenfalls dazu bei, dass gerade aus diesen Ländern viele Studierende mit einem Stipendium nach Deutschland kommen.