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Europa

Altgedienter Europäer: Hans-Gert Pöttering

Seit 25 Jahren sitzt Hans-Gert Pöttering (CDU) im Europäischen Parlament. Nach Weihnachten stand der Niedersachse kurzzeitig im Rampenlicht der Öffentlichkeit, als in seinem Büro eine Briefbombe explodierte.

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Spitzenkandidat der CDU für die Europawahl

Der heutige Vater von zwei Söhnen promovierte 1974 mit einer Dissertation über die Sicherheitspolitik Konrad Adenauers. Seine Karriere führte Pöttering zunächst in die Hörsäle Niedersachsens: 1989 wurde der Professor zum Lehrbeauftragten und sechs Jahre später zum Honorarprofessor an der Universität Osnabrück berufen.

Später Einstieg

Seine politische Laufbahn startete der Jurist mit knapp 30: Sieben Jahre lang war Pöttering europapolitischer Sprecher der Jungen Union Niedersachsen. Pöttering gewann 1979 ein Abgeordnetenmandat bei der ersten Direktwahl des Europäischen Parlaments, das in der Folge immer wieder bestätigt wurde. Von da an setzte er sich verstärkt für europäische Interessen ein: Als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses "Sicherung und Abrüstung" des Europäischen Parlaments (1984-1994), als Leiter der Arbeitsgruppe "Erweiterung der Europäischen Union" der Europäischen Volkspartei (EVP) und der EVP-ED Fraktion, der Europäischen Volkspartei und der Europäischen Demokraten.

Für den politischen Gegner findet Pöttering scharfe Worte: Die SPD-geführte Bundesregierung ist aus seiner Sicht nicht mehr Motor der Europapolitik, sondern ein Rückweg in eine rein nationale Interessenvertretung. Der CDU-Abgeordnete unterstreicht, dass Europapolitik im Kern eine Friedenspolitik sei. Garanten für die europäische Politik sieht Pöttering in einer starken Kommission und einem starken Parlament.

Vorsitzender der EVP-ED

Seit 1999 ist Pöttering Vorsitzender der EVP-ED Fraktion im Europäischen Parlament. Im Oktober 2003 nominierte ihn der CDU-Bundesverband als Spitzenkandidaten für die Europawahl.

Pöttering engagiert sich nicht nur für die Erweiterung Europas, sondern auch für die bereits bestehenden europäischen Nachbarländer: Im September 2002 erhielt der Vorsitzende der EVP-Fraktion das "Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich". Er hatte sich entschieden gegen die von der EU geforderten Sanktionen gegen Österreich eingesetzt, die die Europäische Union verhängt hatte, nachdem die Österreichische Volkspartei (ÖVP) eine Regierungskoalition mit der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) des Rechtspopulisten Jörg Haider eingegangen war.

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