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Kultur

Alternativer Nobelpreis für Bianca Jagger

"Praktische und beispielgebende Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen": Wer die geben kann, wird unter Umständen mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Eine der Gewinner in diesem Jahr: Bianca Jagger.

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Bianca Jagger: Auszeichnung für ihr soziales Engagement

Die prominenteste Preisträgerin, das Ex-Model Bianca Jagger (59), erhält in diesem Jahr einen der so genannten Alternativen Nobelpreise (Right Livelihood Awards) für ihr soziales Engagement.

Jagger wurde nach Angaben der Jury als Preisträgerin ausgewählt, weil sie demonstriert habe, wie eine Prominente den Ausgebeuteten und Benachteiligten helfen könne. Die in Nicaragua geborene Ex-Frau von Rockstar Mick Jagger bekam den Preis für ihr jahrelanges Engagement für die Menschenrechte und gegen die Todesstrafe. Die Auszeichnung wurde am Donnerstag (9.12.2004) in Stockholm vom schwedischen König Carl XVI. Gustaf verliehen.

Toleranz und Verständnis

Alternativer Nobelpreis: Raul Montenegro

Raul Montenegro

Weitere Preisträger sind der argentinische Wissenschaftler Raul Montenegro, die russische Menschenrechtsorganisation Memorial und die beiden indischen Religionsgelehrten Swami Agnivesh und Asghar Ali Engineer.

Der Biologe Montenegro wird für seinen Kampf gegen die lateinamerikanische Atomkraftlobby ausgezeichnet. Die 1988 gegründete Moskauer Organisation Memorial wird geehrt, weil sie die Schrecken der Arbeitslager (Gulags) unter Stalin dokumentiert und Angehörige der Opfer unterstützt.

Alternativer Nobelpreis Swami Agnivesh

Swami Agnivesh

Die beiden Inder Agnivesh und Engineer werden für ihren Einsatz für Toleranz und Verständnis in Indien und zwischen den südostasiatischen Staaten ausgezeichnet.

Stiftung statt Briefmarken

Die Right Livelihood Awards wurden 1980 von dem deutsch-schwedischen Journalisten Jakob von Üxkull ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden Leistungen, die die klassischen Nobelpreise nicht berücksichtigen. Die Verleihung findet traditionell am 9. Dezember im Stockholmer Parlament statt. Mit insgesamt zwei Millionen Kronen (223.000 Euro) dotiert, werden die Preise von Üxkulls Stiftung finanziert, für die der Philanthrop seine wertvolle Briefmarkensammlung verkaufte. (chr)

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