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Kultur

Alte Steine – neues Kleid

Stonehenge – der mysteriöse Steinkreis fasziniert jedes Jahr mehr als 800.000 Besucher aus aller Welt. Der verkommene Zustand der Anlage ist den Engländern seit Jahren ein Dorn im Auge. Das soll sich nun ändern.

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Gestörte Idylle in Stonehenge

Kaum jemand kann sich der Wirkung des Steinkreises in Stonehenge entziehen: Er verführt zum Träumen, viele mögen sich mystische Rituale vorstellen, die hier in grauer Vorzeit stattfanden ... oder auch frühe astronomische Berechnungen. Der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt – aber eins stört enorm beim Träumen: Müllberge, lärmende Lastwagen und rostige Zäune.

"Stonehenge and its visitors deserve more", sagt deswegen English Heritage, die Gesellschaft, die sich in England um die Erhaltung und Pflege wichtiger historischer Kulturgüter kümmert: "Stonehenge und seine Besucher haben Besseres verdient."

"Nationale Schande"

Der Lärm und der Gestank verderben den Besuchern die Reise in die Vergangenheit ganz gewaltig – länger als eine halbe Stunde bleibt kaum jemand. 90 Millionen Euro werden nun investiert, um ein der Würde des Ortes angemessenes Umfeld zu schaffen. Schon vor 13 Jahren haben Parlamentarier den Ort als "national disgrace", als nationale Schande, tituliert.

Steinkreis in Stonehenge

Ungestörtes Ambiente wiederherstellen

Geplant ist jetzt ein modernes Besucherzentrum, das über alle Vorzüge des multimedialen Zeitalters verfügen soll. In Filmen und Computeranimationen sollen Informationen über die astronomische Stätte aus der Bronzezeit vermittelt und die verschiedenen Theorien zu ihrer Benutzung erklärt werden.

Multimedial in die Bronzezeit

Außerdem sollen die beiden störenden Straßen entfernt werden. Die eine soll unter die Erde verlegt werden – die andere ganz verschwinden. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Besucher nicht mehr mit ihrem Auto direkt an die Steine heranfahren. Statt dessen werden sie sich ihnen zu Fuß und in freier Natur nähern - ohne rostige Zäune und Autolärm. Auch das Multimedia-Centre dürfte die Authentizität nicht stören: Es wird komplett in den Boden hineingebaut.

Die Bauten sollen 2005 begonnen und voraussichtlich drei Jahre später fertig gestellt werden. Ein Grund zur Freude für die zukünftigen Besucher, wie der Präsident von English Heritage, Sir Neil Cossons, erklärt: "Die Besucher von Stonehenge werden die Schönheit der Landschaft dieses Ortes entdecken können wie niemals zuvor."

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