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"Als nächstes wird Kreuzberg selbstständig"

Das unabhängige Kosovo, Kuba ohne Fidel und der Steuerskandal: Das sind nur einige der Themen, die die DW-Leserwelt in diesen Tagen bewegen.

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Fidel Castro: Abschied eines Mythos Fidel Castro war und ist ein herausragender Staatsmann, der so wie alle größen der Geschichte auch Fehler machte. Dass aber die medizinische Versorgung in Kuba besser ist wie in vielen teilen der USA, es praktisch keine Analphabeten gibt und er sich immer mit den Attacken der Weltmacht USA auseinandersetzen musste, machte es für ihn nicht leichter. Er hat viel geschaffen und man kann für die Entwicklung Kubas nur hoffen, dass seine Nachfolger es in seinem Sinne sozialistisch nicht kapitalistisch, angepasst an die neue Zeit weiterführen werden. Ein Rückfall in die Hegemoniezeiten der USA wäre eine Katastrophe für ganz Lateinamerika. (Siegfried Klemetsch) Die Auswirkungen von Fidel Castros Ruecktritt lassen sich schwer abschätzen. Castro war von eh und je ein hartnäckiger Kommunist, mit dem nicht zu verhandeln war, wie sich z.B. bei der Krise von 1962 zeigte. Er hielt sich stark an den Kommunismus; selbst als Michail Gorbatschow mit Reformen begann, blieb Castro auf seiner harten Linie. Er wollte die neue Politik nicht wahr haben. Also ich habe keine grossen Hoffnungen auf eine Wende. (Thomas Hofer)
Pakistan hat ein neues Parlament gewählt Die Leute haben Angst, um nicht zu sagen Todesangst. Die Situation ist schlimm und solange ein Militärregime regiert, wird das nicht besser. Dazu kommen noch die Islamisten, die mit Demokratie im westlichen Sinne sowieso nichts anfangen können. (Bernd Huegel)
Bolivien im Griff der kalten Niña Sicher: Das Leid der Betroffenen ist groß. Schon ûber 50 Menschen sind wegen den Überschwemmungen und Bergrutsche umgekommen. Tausende von Rindern sind umgekommen. Mehr als Hunderttausend Hektar von Landwirtschaftsland überschwemmt und die Ernte vernichtet. Ueber 50.000 Familien odachlos geworden, weil Häuser den Hang hinuter rutschten. Doch liegt die Schuld nur bei der Niña oder beim Niño? Im Hochland bauen die Leute ihr Häuschen an einem Abhang, wo man zum voraus weiß, dass es bei einem größeren Regen runterrutscht. Das Tiefland von Bolivien ist durchzogen von Flüssen welche in der Trockenzeit Rinnsale sind doch bei längeren Regenperioden werden sie zu reißenden Flüssen, da kein richtiges Flußbett ist, ändern sie die Richtung und überschwemmen die Getreidefelder. Besonder da die Bauern den Wald bis ans Flußbett niedergemacht haben. Also, die Schuld liegt sicher nicht nur bei der Niña. (Stephan Henz)
Kosovo erklärt sich unabhängig  Ich verstehe die Proteste der Serbenund kann sie nachvollziehen. Es kann nicht sein, dass jemand einfach so den Serben ihren heiligen Boden weg nimmt.Wo waren die Albaner als die Serben gegen das türkische Heer kämpften? Ja genau: nirgends.Und jetzt auf einmal gehört das Land ihnen. Nicht sie haben Blut verloren damals, sondern die Serben,die ihren historischen Sieg hatten,und ganz Serbien von den Türken befreiten. (Danijel Nikolic) Als nächstes wird Kreuzberg selbstständig. (Norbert Grethmann) Die USA und die EU haben in ihrem kurzsichtigen und verantwortungslosen Wahn, Russland und seine möglichen Verbündeten zu erniedrigen und zu schwächen, eine Zeitbombe gelegt. Das werden sie noch bitter bereuen, denn das "unabhängige" Kosovo wird zu einem Teil des "Großen Albaniens" und zu einem sicheren Umschlagplatz für Drogen und Waffen. Und natürlich zu einem neuen Stützpunkt der islamischen Fundamentalisten. Viel Spaß bei der Bekämpfung der albanischen Mafia! (Wolf Waldmann) Wie lange noch werden die Serben für ALLES was auf dem Balkan schief geht, verantwortlich gemacht? Die Serben haben die ganzen Kriege angezettelt, die Serben als Kriegsverbrecher, die Serben als "Menschenfresser"... Es ist die normalste Sache der Welt - wenn die "Größen" der westlichen "Demokratischen Diktaturen" so eine Entscheidung treffen, so eine FALSCHE Entscheidung, ein Staat zu anerkennen ohne Zustimmung des Mutterlandes - dass die Menschen ihre Unmut auch zeigen. (…) Wir sind die Schuldigen. Wir Deutschen waren die Ersten, die damals Slowenien, danach Kroatien anerkannt haben - obwohl Ex Jugoslawien noch als Staat bestanden hat... Und jetzt - jetzt machen wir den selben Fehler, ohne gelernt zu haben, uns aus inneren Angelegenheiten anderer Länder herauszuhalten. (Roberto Krämer) Deutschland spielt mal wieder ergeben das hegemoniale Spiel der USA unter Verletzung der eigenen Interessen und tritt dabei das Völkerrecht mit Füßen. Die fortschreitende "Balkanisierung" ist weder im deutschen noch im europäischen Interesse. Trotzdem will Deutschland nun diesen nicht lebensfähigen und bitterarmen Zwergstaat, dessen Wirtschaft überwiegend von Waffen- und Drogenhandel existiert, anerkennen und wird ihn mit Sicherheit in den nächsten Jahrzehnten alimentieren. (Robert C. Schmitt) Das ist ein sehr gefährlicher Präzendenzfall. Mit der Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo zündet Europa die Zündschnur an. Das ist ein Signal für allerlei Separatisten und Terroristen, das eindeutig sagt, man könne das internationale Recht verwerfen, weil der Zweck die Mittel heiligt. Aber man muss sich dann nicht über eine immense Gewaltwelle wundern, die dann die Welt zu überfluten droht, weil es viele Probleme gibt: Baskenland in Spanien, Texas in den USA, Nordirland in Großbritannien, Bayern in der BRD nicht zu vergessen, auch der Jura in der Schweiz. (Oleg Schelepow)
Steuerskandal Das ist ja einfach nicht zu glauben, da macht sich ein gewisser Erbprinz Alois öffentlich für Steuerhinterzieher stark und entblödet sich nicht auch noch die deutschen Behörden rechtswidriger Praktiken zu beschuldigen - dabei beruht der Löwenanteil seines persönlichen Vermögens auf dem Fiskus unterschlagenen Geldern gewissenloser Manager. Es muss umgehend Schluss gemacht werden mit der Einstellung, dass es sich dabei um ein Kavaliersdelikt handelt. (Klaus Koszubatis) Es ist mehr als verständlich, dass jeder Deutsche, der mit harter Arbeit sein Geld verdient, möglichst wenig davon abgeben will. Und wenn dann der Staat auch mit derart hohen Steuern kommt, versuchen nicht nur Großanleger, sondern auch viele Mittelständler ihr Geld im Ausland, vorbei an der deutschen Steuer, zu deponieren. Der Staat sollte sich eine Aktualisierung der Steuerpolitik ueberlegen, um so wieder mehr Anleger im eigenen Land zu finden. (Jürgen Grab) Der einfache Arbeiter sollte sich auch von einer Liechtensteiner Bank eine Stiftung einrichten lassen ... (Walter Buchert) Wenn ich reich wäre, würde ich mein Geld dazu benutzen anderen Menschen zu helfen. Das würde mich glücklich machen. (Karin Nuthmann)

Vorschlag: Der Staat lässt dem Bürger - allen! - mehr Fleisch am Knochen; dann besteht kein Grund mehr, Steuern zu hinterziehen. (Daniel Borer)